# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068205:0087 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068205:0087?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Mathematik LH 35, 15, 3 # Folio 33r, page id 00068205:0087 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 34v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068205&page=87 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068205/jpgs/default/00000087.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 53 lines, status machine # Lines: 53 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. ündtliche anleitung zu nüzlichen wißenschafften, absonderlich zu der Mathesi und physica, wie sie aniezo von den gelehrtesten abgehandelt werden in 4°. pagq. 32 der vortrefliche Herr Autor dieser so kurzen als schöhnen schrifft, beruffet sich hin und wieder mentis auff Medicinam seyn, darauß Sie zum theil gezogen die Wir wollen nichts desto minder einem außzug daraus machen, weill wenig schrifft auch wohl große bûcher es beßer verdienen. Alles Studirens Zweck ist die Ehre Gottes, oder Deßen rechte Erkäntniß. Dazu muß man die gaben und Kräffte des gemüthes und Leibes wohl anwenden. Was dazu dienet sind rechte güther, nicht was aber den leibs zu änderlichen und die weltliche dinge, als Ehr und wohllust reichthum angehet, sind nur schein güther an sich selbsten und führen leicht ab von der ruhe des gemüthes so nur durch tugend zu erhalten, was aber tugend sey, und zum Haupt- Zweck beqvem mache zeiget die weißheit oder erkantniß der Wahrheit. Die Wahrheit erfahren wir durch Sinnen, verstand und glauben. Der weg zur glaubens-wahrheit ist in der Heiligen schrifft geoffenbahret und zu demselben treibet den Menschen innerlich die heilsame Gnade Gottes, der Mensch aber ist selten, bey sich zu haus, und verspühret es wenig man muß derohalben auf solchen wieb acht haben, die hindernüßen vermeiden, die heilige schrifft fleißig lesen, die reden und lehren Christi wohl erwegen auch geistreicher leüte schrifften, als Gerhard Acadii Luthernini, Seriverii Mülleri, anderes umb ieutsche Christi hochverdienten Theolog. Herr D. Speners reich schrifften vornehmlich seine Lehre trüchte und Schäze des glaubens, so in 3 absonderlichen Jahrgangen gehalten, aida man viel antreffen werde, man in viel andern büchern mit Müh, und arbeit umbsonst suche, und werde von demselbigen glauben nicht so bald eine so außführliche und cläre nachricht beysammen finden. was die erlangung der Wahrheit durch Sinnen und Verstand betrifft. So sey der fehler, daß die jugend auff den Schuhlen nur zu der Schweizkunst geführet werde, weil sich die meisten durch schwäzen bey der welt in ansehen sezen. Daher wenn solche leute hernach zu Ämtern kommen Die Philosophis ist nur Verbatis, oder aufs höchste Historica opinionum so wißen sie er außfuhrlichen 2 sich bekand machen