# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068325:0010 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068325:0010?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 4, 2 # Folio 5v, page id 00068325:0010 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 4r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068325&page=10 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068325/jpgs/default/00000010.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 61 lines, status machine # Lines: 61 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. an denen willen lieget. Nun wenn du nicht wilst sündigen, so wüste nicht sündigen, denn die sünde steht nur sie willen, ein schlaffender sein einckender wenn kein willen da, fündige nicht. Wirsten nicht sündigen, so wirstu auch nicht zur sende versehen seyn. Stehet also ben dir die erclärung ob du zur stunde ver- sehen seyest oder nicht. Darff ist also weder versehen noch Gott sondern sich selbst sondern dennen willen anclagen. . (§. 13) Aber hier reget sich der lezte und härte s stoß; denn sagste warumb hat mich Gott nicht beßer geschaffen, warumb hat er keine temperire complegiren müßen, mir dem Krieg andern willen denen erclärtern verstand, keine glücklichere erziehung, keine vortheilhafftern gelegenheiten, eine gescheidere Eltern, keine fleißiger Lehr meister, mit einem wort keine größer gnade geben. Daß ich also mus einsunder, mus verdamt w undt verweifelt, mus in ewigkeit verfluchet, und verfluchend seyn. Hier bin ich nicht schuldig zu antworten, gnug ists daß du nicht gewolt von senden abzulaßen, und seiner seeligkeit obguliegen auff den willen gehöhret, daß die straffe, er komme wo ehr er wolle. Sonst würde keine unsre that zu straffen seyn, es findet sich allezeit eine ursach des willens außer den wollenden, und dennoch ist den Willen der Uns zu menschen und sonen, zu sündern, zu seeligen zu verdanten machet. ( . (§. 25.) Welches desto minder, wiewohl nicht bey die, muß doch bey ihr selbst die Weisheit. Gottes gerechtfertiget werden. Denn es sey also der arme mensch habe nicht, weil er ihn gewolt die erraffe verdienet, so hette doch gleichwohl bey Gott gestanden zu wege zu dringen, daß er niemahls auff den willen zu seüdigen gerathen und g in seine und Verdammung gefallen wer So kan man auch nicht sagen Gott habe nur zu gesehen (wiewohl sonsten auch von einem verstendigen Menschen erfodert wird, geschweige denn was der weisheit und güthe Gottes genüs den elend eines andern nicht zu sehen, sondern nicht allein aus dem unglück, sondern auch aus unverstand, ja wo es müglich aus bosheit und verderbten willen zu reißen) dem Gott über dieß die gelegenheit zu sündigen an die hand gegeben. Ein erzürnter schreibitterte Krasch hat seinem feind den todt geschwohren, Gott verschaffet (denn ja die anordnung aller inge von ewigk-pfahr von ihm, daß er e auf ihn stoßer, daß ihn erzeüget, darüber welches gott wohl gewiß, in verzweifelung und verdamniß fället. Ist das nicht eben, als wenn und an sich selbst en anfang eicht ihn die ihre Schrifft) redet, in seine hände, und