# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068335:0004 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068335:0004?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 5, 4 # Folio 2v, page id 00068335:0004 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 3r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068335&page=4 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068335/jpgs/default/00000004.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 54 lines, status machine # Lines: 54 recognised, mean confidence 0.89 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Cap. 6. in der naturliche erkentniß wurcket der Menschen durch eignen kräffte und geschwindigkeit in der übernatütlichen empfäget, e st in erkantniß leidenlicher weise von der unbegrifflichen Regen wurff von Gott selbst also sind auch zweyerley, quam ein toder mit es der Natur sichtiger, und ein unsichtbarer himlischer mit der gnade als Christus. Cap. 7. Die imagination siehet ein ding im abwesen, ist aber nur vor leibliche dinge, und gehöhrt also zum oculo carnis, beschleust alles sinnen in sich. sie hieher. Hoheit, riecht und gritten. Die Vernunfft begreiffhd so der imagination unmuglich, als daß die welt an keinem orth stehe, und doch nicht falle. Wir haben sinn als thiere, Vernunfft als menschen, und Cap. 8. Das inwendige ist alzeit höher und mächtiger, die sinne sind wie verstand als Engel e chatten gegen die imagination, so ihre unitat ist, hingegen ist die imagi etc. nation wieder also gegen die Vernunfft, und diese gegen den Verstand. Potentia superior potest quod inferior, et multo excellentius, non contra. Wer alle e unsere singen samt der incogna kan stets halten und sich hinein kehren. W in den inwendigsten grund Mis; der seele, in stiller gelaßenheit auff gott warten in ihm selber, und in ein Vergeßen kommen, sein selber und aller dinge, der wird in seinem Verstande von gott erleüchtet, und das heißet von Gott lernen, solches mag ein ieder in ihm selbst erfahren. Das unterste ß stillstehen, wenn das obere wurcken soll. wie beredagt, ich wohl ren, was der Hr in mir reden wird. Das ober kam zwar ohne das untere würcken, kan aber doch von dem Untern auffgehalten werden. Ein iedes objectum, ist einem ieden wie er selbst ist, oder wie sein auge ist, denn daher komt die erkentniß und nicht aus dem gegenwurff. Den Literanten ist die Bibel eine Verfuhrung, den glaubigen ein Cap. 6.) Wenn die erkentniß herfleße auß dem gegenwurff, müst eiblich zeügnüß. von einem einigen gegenwurff eine gleichformige ungespaltene erkändtnüß kommen, da doch von einem einigen gegenwurff man cherley Urtheil fallen; Es ist wahr, wäre das buch nicht da 7 e kondte ichs nicht lesen noch erkennen, aber die kunst zu lesen und zu erkennen, ist in mir die Naturliche auge also, hält sach wurcklich und nicht leiderlich alle Erkandtnüß ist im Menschen, die bûcher di m so wohl zum zeigeniß als auch zum melmorial der einfältigen Cap. 10. Soll eine kuh ein neu thor ansehen, so gehöhrt freylich da e für die Hoch und das augen dasßen, aber mir reden nicht ver dem viehschen sondern menschlichen inwendigen sehen, da nimt das innerliche auge seinen gegenwurff, begreifft und durchdringet ihn. Eine erkentnuß ist geschwinder als die andere, ich sehe bey tage in einem angenblick daß der gegenwurff ein vierkter ohnem sey, aber des er viereckt und ein thurm sey. bene sentit + male probati