# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068365:0103 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068365:0103?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 7, 6 # Folio 52r, page id 00068365:0103 # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068365&page=103 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068365/jpgs/default/00000103.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 33 lines, status machine # Lines: 33 recognised, mean confidence 0.91 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. daß Recht aller und ieder Christen eine jegliche Ihnen vor kommende Lehre zu prüßen, und sich hierinn keiner mensch lichen Autorität blinder Theise zu unterwerffen. Wolte man nun alle uns iede Köpfte der Christen in allen trucken zu einerley Meinung ungewiß, wie man im Sprichwort saget, unter einen Gut bringen, so müßte ihnen dieses Recht benommen und von Ihnen wie im V abstums geschiehet, ein blinder Gehorsam erfordert werden: ja man müßte es denen Papisten umb ein ziemliches zuvor thun, massen auch diese mit allem ihrem Gewissenus zwang es so weil nicht bringen können, sondern den ihrigen eine merck- liche Differenz der Meinungen gestatten müssen. Ist also die Einigkeit der Christen in der gemein, und in sonderheit die einigkeit der Evangelischen in etwas anders zu suchen, welches ungeachtet besagter unvermeidlichen Dit- ferenz, dennoch seyn kan, ja nothwendig seyn soll. Und dieses ist, kurz zu sagen, nichts anders als daß die Evangelische beyderseits, den unter Ihnen annoch sich beschieden unterschied der weinungen, als ein nothwen diges inconvenient, vergleichen unter Christen niemahl kan und wird vermieden werden, gleich andern menschlichen Schwachheiten, Christlich an einander verwagen, derge stalt, daß die sich bey verleidenen nicht hindern oder abhalten las sen, einander als glieder eine geistlichen Leibes-wahre Mit Christen und Mit-Bruder zu erkennen und zu lieben; Und wann eine solche aufrichtige Christliche dinigkeit in ihrem Herren recht eingewurzelt ist, dieselbe auch ausserlich vor der welt bezeigen, nicht nur mit allerien Wercken Bruder licher Liebe, sondern fürnehmlich auch damit, daß Sie zu einander in eine Communication tretten, und daß H. Aberio, mahl, welches der genauen gemeinschaft der Christian vor gehen d