# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0075 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0075?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 38r, page id 00068367:0075 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 33v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=75 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000075.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 38 lines, status machine # Lines: 38 recognised, mean confidence 0.94 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. büßender Niederschische Londesbibliothek 1693 sichert etc. 69 Er muß sich aber berichten lassen, daß eben dieser Kampf schon eine Wirkung sey der besonderen Gnade, welche mit denen jetzt-erwähnten herlichen Verheissungen verbunden ist. hätte ihn Gott wollen mit dem rohen Welt-hauffen dahin gehen lassen, so hätte er ihn immerhin auf dem breiten wege seinem verderben lassen zueglen, aber Er hält ihn zuruk, und wirkt in ihm diese geist- liche betrübnüs, umb durch dieselbe in ihm zu wirken die ewige Freude. Und hindert nichts, wenn gleich der Mensch diesen Drost sich noch nicht zueignen kan; denn das ist eben der Paroxysmus der Versuchung und Prüfung, darinn ihn Gott itzo, zu seinem künfftigen besten haben will: er könte aber nicht geprüfet werden, wenn nicht Gott eine Zeitlang sein antlitz verborgen, hinter der wand stehen, ihn wie einen Uranich und Schwalte winseln, und wie eine Taube giören lassen wolte; damit den Abendlang das weinen wahre aber des morgens die Freode: und Gott ihn führe selbst durch die Pforten n der Höllen, zu dem Himmel. Ein solcher klagender der Sünder, ob er wohl selbst die gewisheit seiner busse und Seeligkeit nicht empfindet, ist bey dem allen dennoch seiner Seeligkeit näher, als