# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0234 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0234?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 117v, page id 00068367:0234 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 118r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=234 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000234.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 51 lines, status machine # Lines: 51 recognised, mean confidence 0.91 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Wir wollenverfuchen, ob und Wie weit man diese Streitigkeiten, wo nicht vollkomlich haben, doch wenigstens dermaßen erleütern könne, daß ein theil den andern beßer verstehen möge; welches zum minsten den Nuzen haben kan, daß einer dem andern unter dem favor der dunckeln reden, vermittelst unzuständen, vermein- länglicher definitionen nichts hauptsächliches weiter zur ungebühr auf bürden könne. der situta divina müßen nothwendig comparabilia, oder wie es von unsern Theologis exprimiret wird. Harmonica seyn. Gott, ob Zwar nicht nur Barmherzig, sondern die Barmherzigkeit selber ist, kan iedoch keine weürckung derselbigen außübung, die siner gerechtigkeit entgegen lauffe; auch keine würckung der Gerechtigkeit, dadurch die Barmherzigkeit aufgehoben werde Will Gott eine würckung seiner allmacht, seiner güthe, oder dergleichen Verrichten, so muß derselbe seiner höchsten theißheit aller dings gemäß seyn. Gott hatte durch eine Allmacht, wodurch er alles das jenige was keine contradiction impliciret, oder keine imper sectionem in agente mit sich führet, zu thun vermag, ohnzahlbar viel creaturen schaffen können, die er doch nicht geschaffen, weifels ohne weil seine höchste weisheit solche nicht nöthlich noch dienlich zu seyn erachtet. Die güthe Gottes, welche darinn bestehet, daß er im Höchsten grad geneigt sey iedermanniglich alles guthes zu erweisen, sen, hätte zu wegebringen können, ja würde würcklich zu wege bracht haben, daß es keiner creature-fehlete an irgends einem guth. Weil aber die weißheit Gottes sol ches nicht vor dienstem gehalten, gibt es arme und reiche, Kluge und einfältige schohn und heschliche, starcke und schwache fröhliche und traurige. So gar, wenn Gott, der allein guth und die guthe selbst e ist, das böse zuläßet, ob wir schohn die so bewegende ursach die gott dazu veranlaßet nicht allemahl wißen, so müßen wir doch der höchsten weißheit Gottes halber mit ein