# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0239 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0239?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 120r, page id 00068367:0239 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 119v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=239 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000239.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 56 lines, status machine # Lines: 56 recognised, mean confidence 0.95 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. mali ihrer meynung nach, und ein Urheber der Sünde sey. Man weiß wie par auch in dem mit Decario zu Schwalbach gehaltenen gespräch gegen diese Erbüldigung protestiret, welches auch potinus und viele andere in ihrem Schrifften gethan. darauß denn folget, daß diese Lehre denen Reformirten in gesamt und ins gemein nicht beyzuzie nießen. Auch solche Redens-arten die dahin zu ziehen, vermuthlich bey ihnen aniezo nicht mehr solche anzutreffen. Daß inzwischen Calvinus selbst-Badeurirten gebraucht, so darauff zu zielen scheinen, und sich schwehrlich entschuldigen laßen, liegt am hellen tage Lib. 1. Institutbonum c. 18. n. 1. sagt er Ejus probationis in 1000, cuius satan et sedesti rationes ministri fuerunt, drum fuisse autorem. molitur, inquit, satam Sanctum virum desperatorem, tione adigene in furorem, Sabaei erudelitet et imples in aliena bona praedando involatst. Und noch deütlicher n. 3. jam satis apertè ostendi, decim vocari omnium eorum autorem, quae isti cen ores volunt otioso tantum ejuspermissu continu darauß dann zu folgen scheinet, Gott laße die Sünde nicht allein zu, sondern wolle auch und mache daß sie geschehe Man möchte vielleicht zur entschuldigung calvini anführen; nachdem Gott, der auf unzahlbare mügliche arthen dieses Universi zum habe schaffen können, und dennoch eine solche ferien rerum erwehlet, von derer vorhergehen daß sich die sünde darunter finden würde; so folge ja darauß, daß er voluntate absoluta et efficaci seu successum habente die sende nicht ausschliessen wollen, sonst würde er sie würcklich außgeschlossen. oder diese feriem rerum darinn sie begriffen, ungeschaffen gelaßen haben. Nun ist solches zwar an n, man kan aber darauß nicht schließen daß die sände voluntatis divinae, efficacis sive successum, habentis objectum sive affirmatiolum sive negati sey jucht affirmativum sonst wäre gott, die wahrhaffte ursach der Sünde nicht negationen, weil er sie auß zuschließen auf solche Weise nicht gewolt. Muß sie also in der schöpfung seyn objectum voluntalis divinae successum habentis seu becretoriale mere permissivum, Wenn nun Calvinus mit seinem wollen nichts anders verstanden, als zu laßen wollen; wäre zwar die meinung nicht unrechst. Allein die Redens-art bliebe einen weg wie den andern Scandalosa et piarum omnium offensiva, als welche formque laborum verborum zu wieder, und nicht zur erbauung, sondern zur Niederreißung dienen kan. Es ist aber zu besorgen er sey mit seiner Mey nung selbst weiter gegangen, in dem er gleichsam wieder diese erclärung protestiret,