# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0243 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0243?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 122r, page id 00068367:0243 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 121v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=243 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000243.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 62 lines, status machine # Lines: 62 recognised, mean confidence 0.87 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Was sein Sohn für das Menschliche geschlecht gethan, iedoch nicht nur die meisten nenschen, sondern gar die meisten Fristen ewig verlohren und verdamt seyn würden. Bey bewandten schwehren Umbständen ist freylich nicht zu begreiffen wie Gott eßen herzliche Barmherzigkeit nicht nur auß dem liecht der Natur erhehlet, sondern r deren Luca 1.78. ja fast auf allen Blätzen heiliger Schrifft geregmet wird. Menschlicher weise davon zu reden, über sein Mitleidiges Vater herz bringen können, eine so arme unser eben Creatur als der Mensch nach dem kläglichen Sünden- fall worden, zu erschaffen Man pfleget zwar zu antworten e habe gott in der Schöpfung dem Menschen die gesundere vernunfft, und einem freyen willen gegeben handele demnach mit sicher nicht, wie mit unver- ünftigen Thieren, sondern habe gewiße Mittel zur seeligkeit verordnet, dadurch er in den Menschen kräfftig seyn wolle, und zwar der gestalt, daß der Menschen in virtute gratiae krafft der heiligen zu ertheilenden gnade solche Mittel annehmen, oder auß einen bösen rafften sothane mittel von sich stoßen, verwerffen, und nicht brauchen können, welches zwar wenn man in dem primo aditu bleiben, und die ultimam causarum et decretorum Engliisin unberühret laßen will, seine richtigkeit hat, und nicht abgesaget ist: den grund der schwührig- keit aber nicht hebet, worumb nehmlich Gott endtlich so elende creaturen schaffen wollen, da er deren überhoben seyn können. e an e Transiscus Bacon Graf von Verulamio hemahliger Cantzier in England, hat wie erscheinen net in seinem glaubens bekantniß auf diese schwehre frage sein absehen mit gerichtet, in dem er auff n die spéculation gefallen, Gott sey ein so heiligk eines und so eiferiges wesen, daß weder Engel, weit noch Mensch einen augenblick vor ihm bestehen köndte, ohne hülffe eines Mitelers und dieser sey Christus, das Lämm so von der Welt anfang her geschlachtet, und die einzige Leifer dadurch sich Gott ohne Verlezung seiner gerechtigk- keit zu seinen Creaturen herunter laßen, oder die creature ohne verrichtet zu werden, zu ihrem schopfer hinauf steigen könne. Es ringet aber dieser sonst hochgelehrte Mann seine so tiefsinnige gedancken dermaßen schlecht an, daß endtlich ein mehrers nicht heraus komt, als dieses: gott habe durch dieses e e e n r