# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0244 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0244?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 122v, page id 00068367:0244 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 121r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=244 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000244.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 60 lines, status machine # Lines: 60 recognised, mean confidence 0.91 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Mittel einen weg gebahret, zu der dispen¬ sation seines heiligen und verborgenen Willens, raft deßen einige seiner creaturen stehen und im stand der gnaden verwarten, andere fallen, und wieder aufstehen die übrige fallen und nicht wieder aufstehen, sondern in der V damitß bleiben müßen. Zeiget aber nicht. an, worumb durch diese denen creatureen hohne mitler, unerträgliche krafft des Verzehrenden wesens Gottes, dafür das unvollkommene nicht bestehen kan, sondern verrichtiget werden. muß, die jenigen so der mittle weder erhalten, noch wieder aufgerichtet, nicht beßer in ihrem nichts ohngeschafften verblieben, oder wenigstens wieder hernach zu nichts gemacht warten, als daß soviel creaturen geschäffen worden, und bey der Existenz ewig bleiben sollen, ohngeacht gott vorher gesehen, daß es mich ihnen so übel außschlagen würde, Wolte man auff die Catalogusurgischen ges Gott habe sie erschaffen, und erhalte Sie bloß umb die glori seiner gerechtigkeit an ihrem ewigen elend und verdamniß zu erweisen, was würde das endtlich anders seyn, als sagen er habe seine Lust und freude an dem todt und verderben des Sünders; gleich als wie bey menschlichen verderbten natur es bisweilen außet: Est vindicta bonum vita jucundius ipsa. Die Lust an unglück ist ein gewißes leichen nicht nur von vollkommenheit, sondern auch von bosheit. Wie kan sich denn beÿ Gott ßen haben. Wan wolte dann wie obgedacht, seinen wahre gerechtigkeit auf weißheit und güthe gegründet, aufheben, und dafür ein chwanfft; sic voto sic jubeo, stat pro ra tione voluntas einführen. Welches freylich Lehren so nicht geduldet werden können. Es ist vielmehr gewiß, daß ein ieder weiser und güthiger dahin trachtet, wie er die bösen that müglichst vergüte, damit er der straffen so viel immer dienlich überhoben sey. Tui pia sunt princini multa simplicia, ut medico multa junera. Weil nun gottes weißheit und güthe über alles, so ist ohnmäglich, daß er aus oberwehnten absehen, nehmlich zur sünde, oder wenigstens zur Straffe die Menschen schaffen könne, und muß es der obalben eine ganz andere bewandniß damit haben Muß man also mit Luthero alhier ndtlich zu dem Deo absendito seine Zuflucht nehmen, und dafür halten, die zu laßung der Sünde, und darauf gesetzter Straffe, habe in der höchsten weißheit und güthe Gottes selbst ihre e e r e d