# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0248 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0248?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 124v, page id 00068367:0248 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 123r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=248 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000248.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 60 lines, status machine # Lines: 60 recognised, mean confidence 0.94 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. wird den Reformirten bey gemeßen als ob sie die wahrhafftigkeit Gottes Antasto ten, indem sie lehren: Gott habe einen zweyfachen Willen, signi und Beneplaciti und hieße demnach. Nolo mortem peccatoris in der that eben soviel als Volo Freza redet davon also, part. 2. respons. ad Colloq. Mon tisbel. p. 73. Id qvod Deus patetecit interdum ab illo occulto voluntatis, quodhabet est dissentiens, ejus quod patefacit repugran. 1 est enim aliquis dolus bonus Also sagt Zunchius de natura dei l. 5. c. 2. part. Volun- tate revelata in Lege Deus vult omnes homines salvis fierii, at voluntate arcana, quae et bene placiti vocatur, nommes vult salvis fieri Deus, sed solos Electos. et Piscator in Antischafmanno: Deus interdum verbi significat sevelle, quod tamen non vult. Etsi Hypo- coisit in deum non cadit, non tamen semper id quod man dat ab eo cui mandat, vult effici. Deum qvod lingua profitetur idem velle non semper nec in omnibus legum est. Ex verbo Dei constat, deum etiam reprobos aliquos ad salutem vocare et interim tamen wolle ut plus repro- borum salous fiat, quippe quos immutabili decreto ad exitium destinavit. Seynd in Wahrheit selzame gedancken und reden. Daher sich nicht zu ver- wundern, daß die Unsrige und andere höchlich darüber beweget worden. die distinction des Willens Gottes in vo luntatem Signi et Benestaciti ist eine alte wie- wohl nur Analogische und nicht sonderliche Nüzliche distinction, deren schohn Coubertuis gedencket, lib. 1. Cent. di st 45. c. 3. item diß 47. c. 2. und ist sie also den Scholasticis, so über den Magistrum comp mentiret, durchgehends unter die hände gerath voluntas Signi heißet bey ihnen so viel als signum voluntatis, wenn nehmlich dem effect oder objecto des göttlichen Willens der nahmens des Willens selbst beygeleget wird. Und beißet auf diese maße und nach der distinction Math. VI. 15. dein will geschehe soviel, als es geschehe das jenige ding der jenige Actus, so du wirt, oder davon du befohlen fast, daß er geschehen solle. In rem conferatur actus ille, ad qvem tanquam efficiendum voluntas Tua prae ciendo terminatur. Eben also wird voluntas dei pro signo voluntatis divinae genommen. 1 Theß. IV. 3. Daß ist der wille gottes eürer Heiligung, daß ihr meldet Die Kurerey, daß ist der Befehl Gottes, und ein zeichen des göttlichen Willens, dadurch er uns die heiligung vorschreibet, oder anbefiehlet, daß wir sollen ablaßen von der Fuhrerey etc. Hingegen ist voluntas beneplaciti bey den Scholasticis das enige was iedermann ins gemein einen willen zu nennen pfleget. Nehmlich Actus ipse divinae Voluntatis, dadurch er etwas will Es hätte die Theologia dieser undeutlic distinction gar wohl entrathen können. Sie saget aber endtlich nichts unrechtes. Dahin gegen die Distinctio Reformatorum Volun tatis divinae a