# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0251 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0251?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 126r, page id 00068367:0251 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 125v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=251 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000251.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 58 lines, status machine # Lines: 58 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. also die hro scheinet die allhaltliche Controvers auß unterschiedlicher bedeütung des worthes, wille hehrzuzühren. Denn nimt man den willen, für eine vernünfftige Neigung dieses oder jenes zu thun, die so starck, daß eyn die macht verhanden, die that ohnfehlbar folgen müße. Alß daß man etwas will ausgricht e a aut onte facta, in sive aida facta facta (auto facta qualitera vel auff diese art, und nach dieser bedeütung des worthes wird gern gestanden, daß Gott nichts wolle, als was würcklich geschicht; und man kan auch zu geben, daß auf solche weise nicht gesaget werden könne, daß alle Menschen heiligen seyn sollen, und daß die Sünde unter- bleibe. Denn wenn er das erste auf die maße wolte würde es ohnfehlbar geschehen, und wen er das andere auf die maßvölte würde es ohnfehlbar unterbleiben. (2) Allein die Heilige Schrifft, und die Menschen selbst in gemeine redens-gebrauch nehmen das worth willen auch vor eine verständige Neigung worauß die that folget, wenn seine hinderniß vorhanden, der wille der gestalt genommen hat seine Stuffen, nach gelegenheit der Neigung, der Händerniße, des Verstandes, iede auch die allerhöchste und senuera. Die Frauen: Tonneraineste obrigkeit, will und gebent des guthe, das böse verbeut sie, und dringet, oder mit ihrem willen, wenn sie gleich sagt, daran eschicht unser all und wohlgefallen; ft; sondern dann auch daran sie nicht allezeit durch, darin doch e die sach zu Zeiten wohl zwingen, köndte. Denn sie wendet ihre ganze macht nicht allemahl an, und zwar wegen ander wichtig ersuchen, die ihre weißheit an hand gibt wenn sie nehmlich siehet, daß ein größer guth entspringen, oder ein großeres bel abgeleinet werden könne. Auff diese leztere weise will, auch ott daß alle Menschen beilig sagen, Er will daß alle Menschen füchter sünde enthalten sollen. Er will es aber nicht tout pripl oder mit solchem trieb, daß er seine höchste macht brauche, der Menschlichen Freyheit gewalt an thue, oder sonst die aufs weihlichste gemachte Ordnung und Seriem erum turbire. Also will manches mahl ein großer Herr und Regent etwas, findet aber aus erheblichen Ursachen, daß es seiner Regirung zuträglicher und au ständiger sey, hierunter nach allen seinem vermögen nicht zu verfahren, sondern vielmehr auf gewiße Maße zuzusehen, und die unterlaßung deßen so er gewolt zu gestatten. durch die zulaßung