# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0262 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0262?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 131v, page id 00068367:0262 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 130r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=262 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000262.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 54 lines, status machine # Lines: 54 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. gleich-schuellem lauff viel schiffe, flösen Balcken, oder andere schwimmende Körper zu gleich und auff einmal mit sich fort reißet, und mit gleichen trieb, so viel an ihm, ein iedes angreiffet. Diese corpora, dafern sie in einem gleichen begriff, oder in eadem su- perficie, damit sie vom strohm gefaßet werden, gleich schwehr, und in ansehen der übrigen zum schwimmen gehörigen Umb- tänden ein ander gleich wären; müsten vom strohm, oder sonst sich ergießenden Sach oder Waßerfluth allesamt mit gleicher geschwin digkeit forgetrieben werden. Wenn aber die Schiffe zwar an größe und form auff welches ein ander gleich, aber eines schwehrer als Gedere beladen, so würden auch die andere geschwinder, dieses aber lang samer daperfließen, und weit zurückl bleiben. Die Grafft oder das positivum motus, dahlen schiffen, auf gewiße Maße gemein ist, rühret hehr vom strohm, das privativum aber nehmlich die langsamkeit, oder mehr b schrenckte Bewegung des schwehrer beladern hoffes, in dem ob dem Waßer ja andern schiffen nicht gnugsam Edigen kan, sondern dem trieb gleichsam wieder stehet, rühret sehr ab ineptitudine nostra massae. Auff diese art köndte man durch die krafft und den bewegungs-trieb einiger maßen das positivum, die guthe und Vollkommenheit, die den creatureen von Gott gegeben wird; durch die schwehre aber und in specie massae corporiae das privativum oder der dinge unvollkommenheit vorstellen, dadurch sie wiederstehen, und verhindert werden, dem guthen Trieb Vollkömlich zu folgen. Weilen aber die ähnligkeit hier sich nicht in allem findet, auch nur in einem gewißen dienlichen tertio erfordert wird; will man sich dieses gleichnißes nicht zu einer vermeinten völligen eines erclärung der hohen und schwehren Puncts sondern nur zu einer nicht unfüglichen adumbration, dadurch Unsern concepten nicht wenig geholffen wird, bedienet haben Gung, daß soviel Uns wißend, unter dem Reformirten iezo keiner zu finden, der Gott zum ursach der Sünde mache, wie ehemahlen Calvino, Beza, Piscatori und andern hat vorgeworffen werden wollen, davon auch bereits b ten i de Rangaharr Heinrich Hausardus Hildesheimus, Altributis divinis, gesprochen gehandelt worden. c