# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0263 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0263?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 132r, page id 00068367:0263 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 133v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=263 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000263.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 53 lines, status machine # Lines: 53 recognised, mean confidence 0.97 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Was wir iezo von denen in die praedestination lauffenden Puncten, absonder derlich de rerum contingentia et Concursu dei naturali geschrieben, auch die Attributa divina naturali limine cognita angehet, ein solches hat Revelata Theologia cum Naturali gemein. Aber von dem Concursu Dei Superna furali, hoc est gratioso, davon weiß Theologia Revesata allein zu sagen. Und ist an denen reformirten durchgehends zu Leben, daß sie necessitatem gratiae ad omnem motum bonum spirituarem nach dem Exempel des Augustini iederzeit getrieben, und sich dem Pelaginismo aufs ernstlichste wiedersezet. Es hat nehmlich pelagius dafür gehalten daß die Natürlichen Kräffte des Menschen gung seyn, die seeligkeit zu erlangen, wenn nur das worth gottes dazu käme. Wenn dieses nun mit der heiligen Schrifft einiger maßen über ein stimmetu so wäre es gewiß ein leichter weg allen streitigkeiten de gratiae, praedestinationis es libem arbitrii conciliatione abzuhelffen Es ist aber diese des pelagii Lehre der Heiligen Schrifft allerdings zu wieder und auch in verschiedenen zwar particular Conciliis als kezerlich verdammet worden. Darüber die octo capitula Africani plenarii Concilii Pelagianis cum Anathematismis opposita, nachmahls von der ganzen Kirche ange¬ nommen worden. Nach der zeit haben sich allerhand Sorten von Semipelagianern in der Kirchemerck laßen, welche zwar der innerlichen gnade Gottes eine gewiße Würkung zu geschrieben, dabey aber dem Menschlichen freyen willen, soviel Vorbehalten, daß es zu abbruch der göttlichen gnade gereichet, so gar daß einige gelehret Gott g zwar zu unseren thun, und vollbringen seine Krafft nicht aber zum wollen. Außdrücklich gegenden claren außspruch Pauli Philippi II. 13 Gott ist der in euch würcket beyde das Wollen und das thun nach seinem wohl gefallen. Solchen wiedersezen sich nun die Reformirte billig mit den Evangelischen, als welche an denen im Concilio Aranricans und sonst verworffenen Lehren keinen theil nehmen ja es ist bekandt, wie starck beyde theile gegen die jenigen als syne existen gestritten, die d dem Freyen willen zuviel beygeleget, wie Viceformula concordiae selbst sich darinn wohl und nachdrücklich ercläret. Sein stehet aber hier eine andere zur Sach mehr dienende Frage: ob Gott durch sein worth allen Menschen eine gratiam universalem internat