# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0265 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0265?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 133r, page id 00068367:0265 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 132v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=265 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000265.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 62 lines, status machine # Lines: 62 recognised, mean confidence 0.89 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. sey, daß sie die härtigkeit des Herzens in omni ctu, aller wiedrigen umbstände und aller wiederl seeligkeit ohngeachtet überwinde, und die wahre bekehrung zu würcken nicht nur vermöge, sondern auch in der that selbst allemahl, und zwar einzig und allein würcke; also daß ohne einen solchen Grad der Gnade sich niemahls eine wahre bekehrung würcklich finde: darinn können wir mit denen Reformirten thommisten und Jansenisten, die ein solches Lehren nicht einig seyn. Denn ob wir sch bey solcher Lehre eben nichts gefährliches sehen, so sehen wir doch auch deren keinen grund in Heiliger Schrifft oder sonst: können auch die nothwendig¬ heit nicht finden, so ein solches veranlaße. Weiln nichts ungereimtes daraus folget, wenn man dafür hält, daß ein gewißes Maaß der gnaden bey einem Menschen wegen der jun- und aüserlichen Umbstände das jenige verrichte, was die Erben dieses Maß bey einem andern wegen seiner alzu großen Ver- derburg, verstockung, und aüßerlicher reizung nicht erhalten wird. Zu geschweigen daß solche gratia per se efficax von einigen ihres itabilis r genennet, und also ertheilet wird, also auff eine solche weise ercläret wird die sie mit Baron in actu erfunden der Menschlichen freyheit ist leicht geschrieben auff welche arth sie ganz und gar nicht, weniger alia gratia conversionis exclusa allein, zuzu laßen. ( Bleibt demnach annoch übrig die frage von dem Göttlichen Rathschluß, daß ist von der naden wohl und gerechten verwehrung, auch et decreto absoluto et conditionali, deren causis ungulswis, ordnung und begriffen. Hier finden sich nun verschiedene gradus den Lehren, welche von den unsrigen an den Reformirten Hauptsäch- lich getadelt werden. Denn 1.) Sind einige so weit gangen, daß sie geleh- ret, Gott habe den menschen nicht nur zur ver- damniß, sondern gar zur Sünde selbst geschaffen und praedestiniret. Weil diese unsere Tractatio denen circa seyn soll, wollen wir die bekandte loca nicht auführen, weniger exaggeriren. (1 aber eine solche Lehre höchlich im probiren, in dem darauß zum aller münsten folget, daß Gott die Sünde wolle. Wir läßen dahin gestellet seyn, ob deren meinung die also geredet, nicht beßer gewesen als die Worthe; und ob sie nicht, wie es einige entschuldigen, ohne die Heilig- keit gottes anzulaßen, es bloß dahin verstange denn den: mala DEum ville permittere permiss quir auch erschmelten seyn, ach gewesen, achte theils, condinischreib un n geredet, von otiosa, dergleichen otiosa permissio es wäre, wenn gott in solchen fall es gehen ließe wie es gehet, und gleichsam tag denen die seelig werden sowohl als