# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0266 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0266?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 133v, page id 00068367:0266 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 132r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=266 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000266.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 61 lines, status machine # Lines: 61 recognised, mean confidence 0.92 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. e dahin gestehet seyn ließe; welches weder mit seiner Allianzigenheit, noch seiner providenz und un¬ verbeßerlichen anstalt bestehen kan. Man entschuldige aber solche Redens-art wie man wolle, sie ist und bleibt es doch horrendum auditu daeum velle peccata. Dagegen David in terminis sagt nondeus Vousores iniqviratem tu es. Valm. V. 4, Es folget auch auß diesem qvamlibet non otioso permissu gar nicht, daß Gott die sünde wolle und billige, sondern vielmehr das gegentheil. Die non otiosa permissio aber bestehet vornehmlich darinn daß er sie umb höherr Ursachen, und eines größeren andern gutes willen zulaße, und das jenige, was von bösen Menschen übel gemeinet wird zu einem guthen zweck richte. Tanta enim est l. sagt Augustin. lib. de continentia c. 6.) Omnipotens dei bonitas, ut etiam de malis possit facere bona, sive ignoscendus sive adutilitates priorum coantando, sive etiam justis- sime vindicando. Nachdem nun die praedestinatio ad peccatum in der Reformirten Körch verlaßen, worden, so wird 2 Von denen zu reden seyn, welche eine praedestinationen ad damationem, oder 2 Reprobationem absolutam, ohne alle absicht auff die Menschliche bosheit und unglauben lehren. Und ind die jenige, welche so zu reden über den Lipsum Adami hinauf gestiegen, und das Menschliche geschlecht als für dem fall bekachtet, zu mahl da sie zugleich Gott in seinen decretis also angesehen, als ob er aufsünd und Unglauben kein absehen gehabt, supraepravii genennet worden. Wiewohl man in übrigen nicht in abrede, und auch bereits oben erwehnet, daß praedestinatio addamnationem eben mit dem ascenti supra lapium nicht nothwendig verbunden. Immaßen gott von dem fall der ersten Menschen seyn selbst (der Engel so abtrünnig worden zu geschweigen) mit betrachtung alles Deßen so darauß entstehen würde, also de massa adhuc ut corrumpenda, et nondum ut corrupta, einen allweisen allgüthigen und gerechtesten Rathschluß, doch nur permission gefaßet, und dabey die darauß entstehende Verdammung vieler Menschen nicht anders als wegen ihrer vorhehr ge¬ sehener Sünde und unbußfertigkeit beschloßen Diese Lehre nun vom Absoluto Repraes bationis Decreto, ist im colloqvis Nom bellgardensi zwischen Jacobo Andrea und Theodoro Beza, am meisten herfür gebrochen; alwo beza auß drücklich gesaget, Deum quosdam aeterno, sed justo suo decreto ad aeternam damnationem crässe. Wie er dann auch in seinen Thesibus de praedestinatione, welche zu finden operum Theo cogicorum Tom. 3. außdrücklich geschrieben: deum ab e und folglich des ganzen Menschlichen geschlechts s