# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0268 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0268?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 134v, page id 00068367:0268 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 135r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=268 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000268.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 61 lines, status machine # Lines: 61 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. reden, die die Majestät Gottes verlezen können, außgedruckt werden. Weil Gott nicht als ein Mensch, den etwas gereuet, der etwas ohne grund und ursach wolle, der das böse ohne erhaltung eines großem guthen leiden, oder gar eine lust daran haben könne; so kan kein absolutum Reprobandi Decretum bey ihm statt haben. Es wäre auch darinn eine sichtbare un rechtigkeit, denn es geschehe ein actus judicialis sine fundamento (nehmlich eine condemnatio sine respectu ad culgam. Und wenn absolutum decretum, Reprobandi, dem Absoluto Decreto Elexti oris antworteten solte, würde gleichwie in diesem und bey den Electis nach der Reformirten Meynung, erst komt praede- stinptio ad salutem hernach folgt praedescinatio ad fidem; also bey den Reprobis auff praedestina tionem ad damnationem kommen, praedestinatio ad peccatum, tanquam medii ad fillem, und man darüber in die erst-abgelahnte böse Lehre wieder verfallen de causa peccati: also man nehmes es wie mann wolle, so ist nicht abzusehen. wie Gott ein wohlgefallen oder Absolutum benefacitum an der Menschen ewigen Elend haben könne, sondern es muß dafür gehalten werden, daß er solches allein umb der Sünden willen verhenge. Und hat man demnach den heütigen Reformirten billig zu gratuliren, daß sie sich dieses e prae destinati anismi, nehmlich ad Damna tionem oder Absoluti Reprobationis Decreti wie man nicht anders weiß, abgethan. Sie haben aber annoch durchgehends 3) beybehalten die Lehre de Absoluto, Decreto Electionis ad Gloriam; daß ob schohn Gott niemand zu verdammen beschloßen, als wegen der Sünde und unbußfertigkeit; so sey iedoch die Wahl zum ewigen Leben auß Gottes bloßen gnädigen Willen ohne einig bewegendes absehen auf des Menschen so gewehlet worden, guthe beschaffenheiten, und also nicht propter fidem praevisam geschehen. Nehmlich es hätte Gott nach geschehenen fall alle Menschen recht in ihrem verderben laßen und verdammen können; Er hätte aber in ordine ad Electos ohne einige bey einen actum misericordiae, gleich wie in ordine ad praeteritoß vel non Electos, etum actum justitiae verüben wollen; diese nun in specie die terminum genus per lagsum corruptum als das objectum betrachten, woraus gutt wehlet, werden sublapsarii oder intralsarii genennet. hier kommen nun dreÿerley tragen für, nehmlich de Decretorum divinorum ordine, causa impulsiva, et extensione. s e wie Keckermannus oberwehnter maßen wohl erinnert ihnen sich findende unterscheidung ganckreich welche also lehren,