# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0272 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068367:0272?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9 # Folio 136v, page id 00068367:0272 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 137r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068367&page=272 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068367/jpgs/default/00000272.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 63 lines, status machine # Lines: 63 recognised, mean confidence 0.87 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. n dem und H. Semipelagianisimo Uns zu näheren zu viel einzuräumen mich auch inutiles replicationes in infinitum, gratiae ad gratiam vergebens sezen; so würde beßer seyn diese art Secretio Medicae yseit zu legen, bey dem er Was von diesen dingen zum höchsten und lezten 3 n die schrifft saget (nehmlich daß Gott den jenigen die Ewige Seeligkeit zu geben beschloßen, von denen er aben siehet, daß sie den Seeligmachenden glauben haben werden, und daß dieser glaube selbst ein gnaden geschenck gottes sey) still zu stehen, und wegen das übrigen so wir nicht wißen noch verstehen, die weisheit Gottes zu admiren in n dem ja wohl seyn kan, daß schwächere na türliche kräffte durch die göttliche gnad zu etwas herrliche gebracht werden, und d ein die göttliche allerhöchste weißheit ihren hohen Uns verborgenen doch, lob und preiß-würd- mehr digsten Zweck dadurch denn erreiche. e Weil aber gleichwohl gewiß, daß kein verständiger Mensch, geschweige Gott, der die Weißheit selbst ist etwas wolle oder schließe; er habe denn deßen einen bestän¬ digen grund, wo durch er etwas zu wollen, und einen schluß zu machen bewogen werde; auch die Eydoxiae oder beneplacitum, zu teütsch guth befinden, sowohl vi termini als auch ex natura rei etwas guthes, so der Verstand et begreiffen muß, mit sich führet: So kan man auch ohne Verlezung der höchsten weißheit und vollkommenheit gottes nicht zweifeln, daß er bey der praedestination und praetest tition, darauff sich der Menschenseelig¬ keit und verdamniß gründet gewiße, gerechte, unterthaffte und unverbeßerliche bewegende Ursachen seines Willens und Decreti gehabt haben müße; Welche auß der unendtlichen erkentniß deßen allen, so müglich, herge- floßen; dadurch nehmlich Gott bewogen wird das jenige zu wehlen, welches das beste ist. ob wir es schohn in dieser sterbligkeit zu verstehen und zu begreiffen nicht ver¬ mögen. Causae occultae esse possunt, injustae esse non possunt. Wie Crocius loco supra citato gar wohl saget. Wir supponiren, daß alle iezige Reformirten mit Crocio numehr e a e eiste curvat