# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068374:0447 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068374:0447?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 13 # Folio 223r, page id 00068374:0447 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 232v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068374&page=447 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068374/jpgs/default/00000447.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 81 lines, status machine # Lines: 81 recognised, mean confidence 0.96 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. No 190 acultatis Theologicae Tuburgensis bedencken über des Bischof von Reunions. Vorschläge nebst Dr Wolffiani notaminibus ad margineb n. 6. Febr. 1689. die notamina ad marginem hat der Perkst D. Wolffe hnzugesezt. Durchleuchtigster Herzog Gnädigster Fürst und Herr Aus deroselben om uns abgelaßenen Fürstl. Befehl, daß wir bey der Facultate The ologica mit Zuziehung des Extraordinarii Professoris Theologiae Häberlin, was bey der neulichen Conferenz mit dem Bischoff zu Tina sich verloffen, solten erwägen, die original acta fleißig durchlesen, und wo¬ hin unsere Theologische Gedanken über ein und anders gehen, so bald es müglich er¬ theilen, haben wir mit gebührender Unter¬ thänigkeit vernommen, und uns den 31. Janu arii zusammen gethan, und nach genugsamer betrachtung einmüthiglich von einem punct zu dem andern gangen, auch geschlossen, wie bereits in Unserm Project zu finden, und zwar Erstlich von der Persort, nemlich dem Bischoff von Tina, daß derselbe ratione Per sonae et Negotii sehr suspectus eines undan¬ dern doli. Dieweilen Er Erstlich sich nicht genug legitimirt, nichts weiters in seinem Creditio-Schreiben beybringen können, dann daß Ihro Kaÿl. Maÿl. begehren, Ihn auf sein verlangen nicht allein vor Ihro Dr. H. nothdürftiglich an¬ hören, sondern auch in ihre Protection nehmen, auch zu sicherer fortsetzung seiner Reyse, auch allen guten Vorschub und befürderung gedeyhen, folgends dise seine gnädigste Mor¬ schrifft fruchtbarlich genießen lassen, also in generalibus terminis Ihro Durchl, re commendirt worden, ohne meldung Einiger Qualitae seines Negotii, ob es politisch oder Geistlich seyn werde, auch so es wäre geistlich Er sich nomine Ecclesiae Pontificiae, und aller Membrorum de voselben sonderlich bey einem solchen weit aussehenden Werk, welches in kei nes privati Macht solte legitimirt haben. Hum andern, weilen Er unter den Ersten onsuchet die Helmstättische Theologos von den Persona weilen Ihro Kayserl. Majestät creditiv-Schreiben dahin gegangen, daß Ew. Hochfürstl. Durchl. den Bischoff seinem verlangen nach wolten hören, auch Ewre HochFürstl. Durchl, solch creditio Schreiben für genehm gehalten, und beant wortet: Alß-Läßt man dahingestellet seyn, ob der Bi¬ schoff eines doli hierinn zu beschuldigen, und sich nicht onnugsam legitimirt, obschon in dem creditio-Schreibe speculirt, d’ qualitate commissionis, ob sie Politischer Theologisch, nichts errinnert worden. nach gedacht wird, daß er nomine Ecclesiatum particularium dieses negotii halben sich solte legiti- mirt haben; kan man nit sehen, daß er deßwegen eines doli zu bezüchtigen seyn, die weilen er selbsten gedacht, daß er dises negotium pacis, sowohl bey sei nen glaubensgenossen, als bey uns tentire; und also nit publico totius Ecclesiae Pontificiae nomine, sondern pri ratim agirte, und nur secretas sententias zu erforsche verlangte. Zu geschweigem, daß er etlicher Schreiben von etlichen Carden alen und Bischoffen in handen hatte; welche er aber Uns nit vorgewisen: Usser einem Schrei ben vom Pabst, dessen blosen titel er allein gewiesen, mit vermelden, daß Er wohl wüßte, wie solches bey uns nicht vermöge. Mir D. Wolffin aber ist eben diser Modus agendi; und das Verlangen der Secretarum sententiarum suspect fürkommen, in dem Er expressa vermeldet, solche sententias keinem Mensch als Kayserl. May. zu eröfnen. Dargegen ich eingewendet, wann Ihme eine sententiam geben solte, würde ich ihm eine solche geben, die er aller weit fürlegen dörffte. daß also aus diesem modo agendi damort geschlossen, es