# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068421:0013 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068421:0013?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Jurisprudenz LH 2, 7, 1 # Folio 7r, page id 00068421:0013 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 10v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068421&page=13 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068421/jpgs/default/00000013.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 47 lines, status machine # Lines: 47 recognised, mean confidence 0.95 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. e Relation in Sachen Jürgen Rokahr Junior, Kläger undt Appellanten contra Jürgen Rokahr Senioris Witbe, aniezo He und Erben. a Jürgen Rokahr jun. begehret von seines Vatern Bruns Jür gen Rokahr senioris Witbe, so Heinrich Schradern Geheyrathet (§. Morgen Landes zu Gestorff in Amt Kalenberg gelegen, dieweil er vom Guthsherren damit bemeyert worden, welcher auch ihm Cläger sie nur praecario ad his vitae mit sein Clägers consens be seßen, da dann der Amptman zu Calenberg Sequestrationem fructuum erkennet, davon Cläger anhero appellirt, und ist numehr auch super petitorio alhier verfahren worden. Die GuthsHerrin Catharina Elisabeth Gogrevin witbe Krops assistirt Clägern, und Beclagte wendet dagegen ein, daß durch eine richtige theilung die Länderey an ihren vorigen Ehe man kommen, dagegen die GuthsHerrin replicirt, daß solches ohne ihren consens nicht geschehen können. Weil aber das factum sehr verworren und Zeugen beyderseits abgehöret, soll zu deßen erklärung folgende Species facti dienen. (§. 2) Heinrich Rokahr der ältere hat 3 Söhne hinterlaßen, artic. reprobatorial. 4. nehmlich Heinrich Rokahr den jüngern (Clägers Jürgen Rokahr des jüngern Vater), Jürgen Rokahr den ältern, deßen Witbe (nehmlich die Beclagte) anietzo Heinrich Schradern geheyrathet, und eine Tochter Gertraudt, welche hernach Beclagter als Zeügin in hac causa angegeben. Als Heinrich Rokahr der ältere gestorben, hat seine Witbe Peter Segern geheyrathet, welcher viert halb Morgen Hämlisch Land, oder von der Hämlischen güldenen Hufe zu Gestorff, vid. art. prob. 2. et art. reprob. 2. zur Morgengabe, oder Brautschatz an den Hof gebracht (Nota Cläger gibts an vor vierdthalb Morgen, reus vor vier, testes d. loc. favent actori) und vor seinem absterben verordnet, es sollen diese vierdhalb Morgen e seinen beyden stieffSöhnen Heinrich (jun). und Jürgen (sen,) Rokahr blei ben, hingegen solte ieder der Schwester Gertraudt 20 fl. geben. Wie dann Becl. solches articulirt artic. reprob. 5. 6. 7. deßen Zeu gen es auch, und in specie die Schwester Gertraud selbst bejaet, daß sie die 20 fl. von einem ieden in sonderheit empfangen, auch hätte ieder seinen theil in Besitz gehabt, wiewohl sie, die Brüder, auff des StiefVaters Verordnung des Landes nießung der Mutter s olange sie gelebet, gelaßen. (§. 3) Clägers articuli und Zeugen gedencken von diesem allen nichts, und sagen hingegen es habe der eine Bruder Heinrich Rokahr von Herman Oldenkopf noch drey Morgen solcher Länderey erblich ge¬ kauft, artic. prob. 3. Und were Heinrich Rokahr vom GuthsHerrn mit 6 1/ Morgen bemeyert worden (solches verstehe also, daß et