# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068469:0285 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068469:0285?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 17 # Folio 142r, page id 00068469:0285 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 141v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068469&page=285 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068469/jpgs/default/00000285.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 31 lines, status machine # Lines: 31 recognised, mean confidence 0.90 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Er erblickt eine Art von Arconen der mit vorhängen e s bedecket ist. Er öffnet dieselben und siehet einen Altar auf welchem die Maria mit dem Jesuskinde stehet. Vor diesem Altar liegt ein sammeten Küssen und darauf Einen zu können. Eine Nichte n, die der H. Molan bei sich im Hause gehabt komt mei¬ nem wenigerigen auf den Halß und ziehet ihn u voller Bestürzung von diesem Orte hinweg. Ist die Er h zählung wahr, so wie ich sie auf meiner Seite für ganz eintrüglich halte, und keinem Menschen in der Welt ein Wort glauben würde, falls ich dem Manne, der mir sie erzählet hat nicht glauben solte; so erhellet aus derselben wen man auch recht vorsichtig urtheilen will, doch allemahl 1) Daß der Abt den Bilderkenst nicht für so unerlaubt gehalten hat, als die protestentischen Kirchen thun. Ich will ihn nicht be¬ schuldigen, daß er so grobe Begriffe von diesen Anbethein den heiligen gehabt als die Papisten, aber wen ich so gelinde als in der weit möglich ist von ihm dencken will, so kan ich nicht weniger sagen, als daß er geglaubt haben, die Bilder wä- ren bei sinnlichen Menschen zur Anfeürung der Andacht aller dings nützlich oder nöthig. Muß er die Maria höher geachtet haben, als wir Protestant thun. Den ihr einen Alter aufrichten und vor ihrem Wilde seine Andacht zu verrichten, wird kein Protestant gut heissen.