# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068582:0014 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068582:0014?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8 # Folio 7v, page id 00068582:0014 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 8r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068582&page=14 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068582/jpgs/default/00000014.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 34 lines, status machine # Lines: 34 recognised, mean confidence 0.96 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. wenn man deswegen sich bloß auff den glauben beruffen will, so einem behelff ähnlich scheine n, Die Cartessionen solches sehens und besorgend daß wenn der thuen seelen sterblich, auch die seelen der menschen gleiche gefahr lauffen möchten, Haben fürgeben, der Mensch allein hätte wahrhafftig eine Seele; die Thiere aber seyen nichts anders alß kunstliche Uhrwercke, von feur und Windt getrieben ohne alle empfindung) also daß ihrer meinung nach die thiere wenn sie schreyen nicht mehr fühlen als eine Orgel Pfeïße; alleine es wieder spicht ihnen starck die Natur welche auff viele weise zu erkennen gibt, daß bey den thieren auch eine empfindung, und sie keine bloße stopen oder marioletten seyn. Man siehet auch clärlich das die Cartesianen ihre meinung nicht aussver oder erfahrung sondern auff ihre eigenliebe gründen, weil sie sich selbst liebkosten, und nur das jenige annehmen wollen, was die menschliche natur hoch erhebet, gleich als wann das wahr seyn müste was man gerne hätte. Wie wohl sie in zwischen darinn nicht unrecht haben, wenn sie alle Seelen über eins daß nehmen er sie entweder alle sterblich, oder alle unsterblich seyn müssen Ich bin demnach mit der gemeinen Lehr darinn einig, das die Thiere wahrhafftige Seelen und empfindung haben, ja ich halte mit Nürn alten weisen Lehrer dafür das alles in der gantzen Natur Vollkrafft Leben uns Seelen sey, wie denn auch die Gläser damit man kleine dinge betrachtet. unzahlbare