# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068582:0015 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068582:0015?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 3, 8 # Folio 8r, page id 00068582:0015 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 7v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068582&page=15 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068582/jpgs/default/00000015.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 38 lines, status machine # Lines: 38 recognised, mean confidence 0.94 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. umzahlbahre Lebende sonst unsichtbaren geschöpf zeigen, also das der Seelen ungleich mehr seyn alß Sandt körner oder Sonnen stänblein. Allein ich stehe auch dabeneben in den gedancken, die schohn plato gehabt, und vor ihm jegrages aus den morgen Ländern mit sich gebracht, das keine stele Unser Freünd. vergehe, auch nicht einst die Seel eines thieres. Herrn n ist auch hierinn gleicher meynung mit mir, wie wohl ich seinen Beweiß oder grund noch nicht gnugsam sehen können. Meinen grund belangend, so habe ich einsmahls deswegen mit dem berühmten Herrn Arnaccio weiland haupt der jinsenisten Briefe gewechselt, und mich haupt sächlich darauff beruffen, daß alle Cörper theile haben mithin nichts anders seyn, als hauffen oder vielheiten, wie eine Heerde schaffe, oder ein teich Voll waßer möpfen und fische, oder ein Uhrwerck Voll räder und zugeheÿ Aber gleich wie alle zahlen bestehen auß eins und eins; also müßen alle vielheiten bestehen aus einigkeiten. Derowegen sind die einigleich die rechte wurtzel und der sitz alles wesens, allerkrafft und aller empfindung; und dieß sind die Seelen. Hat man also rhehen einen unwiederung nachdrühten baß beweißen kann, daß und rein Cörper unterschieden Auch entlich warumb eine iede seele Unzerstörlich sey, denn die Einigkeiten haben keine theile sonst wärens vielheiten; was aber keine theile hat ist unzerstörlich. Herr Arnaud selbst, so scharff seinig er auch war, nach dem ers recht eingenommen, hat nichts dagegen zusagen gewust, als nur daß ihm die sach wunderlich, frembd und neu vorkomme. Ich finde aber das ein hochberühmter lehrer der Römischen Kirchen, den man nennet S. Thomas von Aequino eben so gar weit nicht hiervon entfernet; weil er saget, daß auch der Thiere Seelen ohntheilbahr seyn, darauß denn ihre ohnsterblichkeit, folget, welche er vielleicht nicht so deutlich heraus sagen wollen, sondern sich vergnüget den grund zulegen. en Man möchte aber darauff ferner gewenden, daß zwar alles waß ich sage wahr seyn möge aber doch wenig rost gebe, denn ob gleich Unsere und andere seelen bleiben,