# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068593:0085 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068593:0085?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 4 # Folio 42r, page id 00068593:0085 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 43v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068593&page=85 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068593/jpgs/default/00000085.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 59 lines, status machine # Lines: 59 recognised, mean confidence 0.94 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Auß diesen gründen nun ist leicht zu erkennen, welch guth dem andern für¬ zuziehen, welches böse ärger als das andere, und folglich, welchem man am meisten nachtrachten, und wofür man sich am meisten hüten solle. Zuforderst weil unsere Seele unsterblich, und unendtlich, so müßen wir auf solche vollkommenheiten fürnehmlich dencken, die ihr auch nachdem tode bleiben. Und daß die jenigen, welche Uns am nächsten mit Gott vereinigen, und die strahlen seines Liechts, so wohl als die als flammen seiner Liebe mehr und mehr anzünden, daher was Uns macht gottes weisheit und macht erkennen, was uns treibet, deren erkantniß weiter zu suchen, daß gibt uns eine beständige Verbeßerung, welche uns auch im todt nicht entgehen kan können Hingegen ist gewiß, daß die meiste Menschliche Nachrichtungen, damit sich die gelehrten ins gemein viel wißen, nur vor dieser Leben seyn, darinn sie mit ans noth getrieben, und beybehalten worden, den Gemüth aber eine Saltkommen heilte, ge ih vergleiche sie solche mit der Kundschafft so dienet, so lange ich darinn wohne, hernach aber keine Nuzen, an sich selbst auch keine vollkommen ich habe von den gaßen einer großen stadt, wie etwa Parisi oder Londen, welche mir ben. Und ist es Bewand mit Sprachen, mit der Histori mit der Geographi mit genealogien, WappenKunst, angenommenen Rechten und gebrauchen der Volcker, ja folgt mit der Experimentat nachricht der gewohnheiten n der Natur, in so weit ich in diesen dingen ch nicht gelegenheit zu einer sonderbaren Weißheit und betrachtungen finde. Quantula patis rerum est, in qua se gloria tollit. Wie ist doch unsre ganze End kugelesen, daß ein kleines ding in der Natur? Wie viel unendlich andere, arten beschaffenheiten gewohnheiten würde, man in den andern großen Weltkörpern finden? Also außer daß uns des Erbodens Natural und civil kundschafft in diesem Leben und Menschlichen umbgang nöthig, so kan sie unser wahren vollkommenheit nicht dienen, es sey dann daß seyn, sie uns gelegenheit gibt, ewige und allgemeine Wahrheiten zufinderst in allen weltkugeln, ja in allen Zeiten, und ch mit einem worth bey Gott selbst gelten müßen, ch von dem sie auch beständig, herzfließen inzwischen gestehe ich gern clesivileten art dersehen zu belitten, daß der auch die dieße kundschafften nöthig seyn; man kan aber die jenigen so sie allein besizen, nicht vor verständig n, und weniger für weise, am aller wenigsten aber für glückseelig halten. beständige) auch alhier selbst menheit und verbeße rung bringet. und beförders- würdig seyn.