# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068593:0089 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068593:0089?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 4 # Folio 44r, page id 00068593:0089 # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068593&page=89 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068593/jpgs/default/00000089.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 56 lines, status machine # Lines: 56 recognised, mean confidence 0.90 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Ad cap. 1. §. 4. ob nicht beßer das Wahre zu suchen in übereinstimmung der dinge mit divino intellectu, als mit dem Menschlichen Verstande; gleichwie auch das wahre guthe mit dem Gottlichen Willen übereinkomt, es sind aber in unsere Verstand strach des göttlichen Liechts, und in unsern Willen funcken der göttlichen Krafft, oder geistes gottes, dadurch wir das wahre und guthe erkennen . §. 22. Ein kurzes gute mit einem lang wierigen übel ist nicht allezeit böse, denn das übel kan so klein, und Das guthe so groß seyn, daß die zeit den Unterschied nicht ersezet. eine stünde darinn man etwas herrliches ausgerichtet, ist beßer als viel stunden, so man vergebens zu fracht, ein kürzeres Leben von herrlichen thaten zur Ehe Gottes und gemeinen besten ist einem hohen alter eines untauslichen Menschen fürzuziehen, und scheinet daß hier nicht tempus continu ron est vivere sed valere vita. so utile zu rechnen. Mit einem worth ad aestimandam Dom. et quantitatem ducenda est ordinatum integram, bonitas quaeque in suum tempas; uti area fit in Geometria ex Notitudine in longitudinem ordinatim ducta Ad §. 59. zum theil ob schohn gott ein quell alles guthen ist, so gewießen wir doch seiner vornehmlich ere der Seelete Sitte also wir entgangen daß die eintheilung der güther in auserliche und innerliche, die sauber wieder in Leibes und Seelen guther deswegen nicht aufzuheben; auch nicht wegen des decori oder wohlstandes. Denn der leiblichen aufsehen wissen, welchen verstehen ist ein guth der Seele, ein wohl anständiges ansehen haben ist endtlich auch des Leibes aüserliche mittel haben den wohlstand zu behaupten ist ein aüserliches guth Ad § 40. die Eintheilung der alten in bonum contestum jucundum t will ist auch nicht zu verachten das guthe ist, entweder an sich selbst der als ein mittel zu einem anderen in Teutsch selbst ists, dieweil ers also habe eine Vergnügung 5 verstandes, oder im Lüst des leibes jenes ist honestum, dieses jaerudum; Ein mittel zu diesem per se bonis, ist das utile. wollen. Inzwischen kan ein per sebonum wohl zu gleich ein utile seyn, ja das honestum ist ob insgemein. Daß Hinderleber nicht, daß man die arten der güthigkeit unterschende, ob sie schohn zu Zeiten beysammen finden laßen. Daß decorum kan diesen nicht entgegen gesezet werden, sondern es bringt selbst, läßt und Nutzen und deswegen ist es Uns guth. W allen Lust bringet, eine vollkommenheit mit sich, allein ch glassehen; die dienliche Lust, weilen sie in einer zwar kräfftig doch aber undeütlichen empfindung bestehet, und also wir in ren innigstes nicht sehen können, so stecket offt ein gifft in hen zuver, welches sich bey der Lust des Verstandes nicht also verhält a §. 6. 30. sq. was von Herzug des Boni privativi vor dem positiv gesagt wird, ist nicht ohne grund, wenn mans recht eine Nehmlich mein beydes gleich, wird man lieber eines schmerzens entbehren, als eine letzt empfinden wollen. Will man ein thun auch wie also ließ mit jü ch habe aber nicht ohne zue bezeifel seyn kan, daraus folgt aber auch das minus malum, beßer als ein majus bringen; und also die Verminderung des Schmerzen beßer als eine Vermehrung der an sein kan wohl