# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068601:0006 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068601:0006?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 12 # Folio 3v, page id 00068601:0006 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 2r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068601&page=6 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068601/jpgs/default/00000006.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 34 lines, status machine # Lines: 34 recognised, mean confidence 0.95 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. mit einander zu halten, und wan man sich balt anfangs hierzu wollgewöhnet, so wirdt es hernach immer Leuchter fallen, solches aber wirdt gar leicht erhalten werden, wenn Raisonable Leute sich nur nicht verdrießen laßen, ob schon eines da, das andere nein saget; dann das thut gantz nichts zur sache, und kan seye wie es auch gar offt geschieht, das ein Jedes seiner Meinung nach recht hat. Ja eß ist nichts nützlichers, alß daß Eheleute sich gewehnen, zum öfftern freündliche gespräche mit einander zuhalten, da es eine dennoch dieses, daß andern gantz anderer Meinung, ist, und da wieder der Wann dem Weibe, noch das weib dem Manne folget oder gehorsahm leystet, sondern das beyde nur dem, was sie in freündlicher Unterredung ambesten und nüzlichsten zu seyn erkennen, sich vornehmen folge zuleisten. v fungens, ist auch noch eine sache inbrich, die aber Meines Urtheils von Unglaublich großer Wichligkeit ist. Es kan wenschlichen vielen umbgange nicht leicht wohl geschehen, das man einander nicht zu nahe könne, aber daß macht eben so groß nichts auß, wann man nur einem nicht an dem orthe absonderlich nahe kombt, wo es einen jeden am wehesten thut, daß ist nehmlich, das man einander, so viel müglich, seine freyheit zu thun und zulassen, wie man sie vor der Ehelichen Verbündung genoßen. nicht beymbt und das besonders, in derselbigen inclination welche das vornehmste Dominium oder Ober Herschafft bey Jede werden davon schon hat. Hier ist nun nöthig das balt anfangs, ein Jedes des andern Humene und vornehmße inclination (derer ein zu weder Mensch