# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068769:0347 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068769:0347?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 4 # Folio 174r, page id 00068769:0347 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 175v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068769&page=347 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068769/jpgs/default/00000347.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 41 lines, status machine # Lines: 41 recognised, mean confidence 0.98 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Wachschahl gegenwärtiger Conjuncturen. dens aniezo zu thun: zu ChurMaynz und des Reichs besten. Ich seze zum fundament, daß ChurMaynz und das Reich ein interesse haben, Denn ChurMaynz hat, meines bedünckens, keinen andern Zweck seiner Consiliorum, als diese Glori nach sich zu laßen, daß er dem Reich und seinen Landen wohl vorgestanden, also daß er einigen privat- Nuzen sein oder der seinigen der Gemeinen wohlfahrt nimmer mehr vor- ziehen wird. Nun haben das Reich und das Erz-Stifft ein interesse, denn das Erz-Stifft für nehmlich durch seinen Rang, und Direction so in Reichssachen dem Erzbischoff und Churfürsten gebühret, mehr als durch eigne Kräffte vor andern sonderlich considerabel. Folgt also daß ein 20 verständiger und gewißenhaffter Churfürst zu Maynz, maßen der iezige ist, mit dem Reich gemeines interesse haben werde. Darauß dann als Corollaria folgen, was dem Reich guth, sey ChurMaynz auch guth, und was ChurMaynz, daß sey auch dem Reich vorträglich; was dem Reich schädtlich, sey auch ChurMaynz schädlich, et contra. Ferner folgt, daß ChurMaynz und das Reich einerley freünde und feinde haben werden. Ob gleich geschehen kan, daß ChurMaynz etwa gegen des Reichs feinde sich freündtlich, oder gegen des Reichs fre ünde feindtlich, dem aüserlichen schein nach bezeügen muß, weil das Reich nicht allemahl in dem stand ist, daß es die seinigen schüzen könne. Gleich wie ich nun