# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068774:0145 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068774:0145?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2 # Folio 73r, page id 00068774:0145 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 72v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068774&page=145 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068774/jpgs/default/00000145.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 26 lines, status machine # Lines: 26 recognised, mean confidence 0.98 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. accedente vulgi erga indignam amore, der Bothorio gemangelt, Wer würde den König aniezo verdencken, wenn er wie er berichts angefangen, unterm schein der Tartar und Türckischen gefahr Teütsche und Ungarn auf seine (oder vielmehr heimlich des Kay sers Kosten) unter die Cron-Armee stecken, solche dadurch dem Cron-Feldherrn aus den handen spielen, und dann ein wenig umb sich greiffen, illasqve odio plebis destinatas vi ctimas, Morsteinium, Sobieskium und andere dempfen würde. Und dieses weren alles sachen, so man zu Wien nach be¬ lieben, wo man nur sich bey dieser occasion auf guth Ferdinandisch etwas eiferig angreiffen, die waffen in händen behalten, und den gewundschten occasionen insisti- ren wolte, beßer als iemahls effectuiren könne; ja sey zu besorgen es dürffte geschehen. Man müße sich nicht mehr mit des Kaysers Ruhliebenden mit gegenwertigen sich contentirenden stillen gemüth schmeicheln, er sey so wohl durch glück als unglück numehr aufgeweckt worden, es sey nichts neües, daß ein Herr im dreißigsten Jahr seines Alters sich erst recht zu regen angefangen. Dieses nun so Große wachsthum der Kayserlichen Macht, seye der teütschen Freyheit sehr gefährlich, die meisten Fürsten schlaffend oder erschöpft, die wenigsten mit miliz ver¬ sehen, praetextus weren leicht vom Zaune zu brechen, man könne ja etliche wichtige Streitigkeiten, als zum Exem pel die Iuliacensem vor oder wieder das Haus Sachsen und