# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068774:0179 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068774:0179?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 2 # Folio 90r, page id 00068774:0179 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 89v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068774&page=179 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068774/jpgs/default/00000179.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 58 lines, status machine # Lines: 58 recognised, mean confidence 0.96 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. So würden auch Kayser und Stände, als die inwendig ruhe hätten, außer zweifel sich dadurch enger vereinigen, da hingegen franzöische in tention ist sie zu theilen. So nun Teütschland inwendig einig, würde es nie an starcken armeen mangeln, so dem König die Behauptung des Rheinstrohms schwehr gnug machen würden. Es were dann daß Franckreich einem mächtigen haus als Beyern, Brandenburg oder wohl Osterreich selbst (so do nicht zu gleichsam von diesem nicht zu glauben als welches sich dadurch der Kayserl. hohen ja vnmöglich hoc melthern praeminenz verlustig machen würde) einen Zippel vom rock versprechen wolte, so aber als von franzöischer hülff entfernet, von den andern unschwehr gedämpft werden dürffte. Schweden ist ohne erwachsenen König, der in Dennemar ck hat zu thun sich fest zu sezen. Der Türck gönnet denen Franzosen auch keine alzu große macht nicht, und hat mit ieder- mans verwunderung im teütschen Kriege sich nicht gereget, umb den Kayser nicht gar zu liefern. ( n 2) Und endtlich wenn mans beym Liechte besicht, were diese conqveste des allgemeinen Haßes nicht und der hinderungen nicht 2 ern intentionen die Franckreich etwa haben mag, in de e weg geworffe werden würden. Ein Herr, er sey so großfals er wolle, mus sich für extremitäten hüten, denn da er weisen sollte, daß bey ihm treü und glauben, justiz, discretion, mit keinem werck genanhat erlaßen, und gleichsam commercerum generis dieneri ben, als denn ist das odium aufs höchste ge¬ stiegen, denn mangelts auch an ver wegenen tollsinnigen Menschen nicht die an ihm zu Märtyrern werden wollen, vor welchen kein potentat sicher h gehoben 1) Daß es den Spanischen Niederlanden gelten solte, ist nachdem das arbitrium England und Schweden mit consens der partheyen übernommen, d die Tripelallianz auch expresse sie zu schüzen, gemacht, nicht wohl zu vermuthen. Des Königs intention so vielmehr dadurch diesen man des Theißwohns, den ohne das allezeit in wenig wochen überrumpeln, nicht aber ohne kostbare besazungen ma teniren kan.