# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0144 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0144?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Preussen LH 19 # Folio 65v, page id 00068782:0144 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 64r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068782&page=144 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068782/jpgs/default/00000144.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 54 lines, status machine # Lines: 54 recognised, mean confidence 0.95 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Personliches interesse eben sowohl dabey verschnet, und sie nicht wie vorkrieg und hünger, ahr vor Kranckheit und sterben, privilegirt seyn, uern vielmehr sola die an sich befinden, wie so mangelhafft und eingespannet, anderer wißenschafften zu geschwei¬ gen, die rechtschaffene gegründete Medicin sey n, davon alle verbeßerung aber, die sie s ihren händen haben, sie nescio qvo fato, aut ira D in huminum giengen so wegen gedencken. Es sey denn daß Gott vielleicht wie viel anders, also auch dieses unsren Novissimis temporibus vorbehalten . (§. 22.) Je verständiger ein Medicus ist, ie weniger Schreibt er seiner sempel iener gegen der Natur, und opinion des patienten en nechst göttlicher gnade zu. Man weis wieviele die einbildung gesund ge¬ macht, der berühmte Porta selbst erzehlt, daß er einer vornehmen in Kindesnöthen arbei tenden frau mit etwas von der Erde auffgeraf¬ resti Sand, den er ihr als ein kostliches senetum eingegeben, von stundt, an geholffen. Es man geln uns noch die principia in der medicin zu sehen, die innerliche constitution dieses so ver rreten Uhrwercks, und also deßen verstellungen und morbi, sind uns großen theils mehr effectu, als definitione causali bekant. Der bishehrige me- thoden medendi, ist mir eine Hypothesis, deren man sich brauchen mus bis mans einzeln bald hie bald da beßer find. Dahehr die jenigen die experi menta verachten, die specifica meditamentum, mit ihren methodo zu finden meinen, ore expli e simplicia abandonniren, ja meisten theils nicht einmahl kennen, sondern solche wißenschafft dem Apotheker überlaßen, und sich contentiren, aus bücher, und qualitatibus primis vel specundis, und denn nach in gradu imaginarios per Clos- ses et Tabulas eingetheilten medicamentis zu c curiren, sich habe ich belieben finden, und offt will nicht sagen von marckschreyern, sondern alten wei rn übertroffen werden, 23.) Deßen erzehlt der berühmte Fiora¬ vante ein notabel exempel, den ein ganzes ollegium 12 medicorum bey einem patienten ge- ßen, und nicht gewust was raths auch leichsam de desperata scheiden wollen, da sey ein Altenweib hinein geschleodert können in salutato consensi recta zum patientz gan and ausgefragt, und denn mit ihm contrahirt was er ist geben wolte, dafern er geheilet würde, Darauff ihnen ein gewißes pulverisertes simple verordnet. und eingepannet