# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0176 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0176?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Preussen LH 19 # Folio 79bv, page id 00068782:0176 # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068782&page=176 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068782/jpgs/default/00000176.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 129 lines, status machine # Lines: 129 recognised, mean confidence 0.87 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. und zu statten kommen könne. Daher die Autoren sich dahin zu befleißen hätten, damit ihre e ich aus geschrieben oder sehr arbeit nicht vergebens, auch zu halten sich merck, weniger gefährlich oder verfänglich seyn möge. Es solte auch billig von den buchhändlern nicht nur auf ihren eigenen sondern auch auff den dienst des gemeinen wesens gesehen, sonderlich aber nichts unnüzes ärgerliches dienst nachtheiliges zum Druck bracht und verhandelt ßen aber ungeacht haben wir im gegentheil e go werden um öfftern mißfällig vernehmen müßen, daß die welt mit unzahlbaren untüchtigen scharte kein und andern vntzenlosen böchern überhäuffet, deren eine große Mänge in unsere Lande eingeschobene, und nicht wenig geld dafür heraus gezogen werde; auch was das ärgste ist, viel gefährliches schrifften gegen die Religion Gottesfurcht und guthe Stifften, gegen den Staat, gegen Neuen und unser inte e das Reich und deßen Oberhaupt, Churfürsten, Fürsten und Stände auch wohl gegen eine unsre interessen en und zum Vorschein kommen. selbst spargirt und unten die Leüte fragt werden s werden. wo bey der abgang solcher bûcher, und vortheil den macher wirdet welcher der verderbten Menschlichen Natur, und den bösen Neigungen so die Menschen zur eitelkeit verlaümbden, und bosheit, haben n mit seiner feder zu fügen weiß, verursachet, daß die schreib sucht mehr und mehr aufzuwächset. herel neue guthe ingenia sich von gründ- und nüzlichen arbeiten abwenden und auff ein unzeitiges oder übereihtes bücherschreiben legen; andere auch, die zu nichts weniger geschickt, dennoch ihre abnehmer finden, und was ihnen an gaben und talenten abgehet, durch eine ungezähmte freyheit ersezen, also daß dise leüte dadurch gelegenheit finden ihre passionen auß zu üben, auch ihre schädlichen Meynungen und verderbte lebensart, unter angeüthunem schein, sonderlich der zarthen jugend beyzubringen, und andere erhalte. mit ihrem gifft anzustecken; Mit hin die Bücher wahre e so ihrem heilsamen Zweck nach billig favorabel, und vor andern befreyet, aniezo offt eine der ohn nüzlichsten und schädlichsten worden, welche durch ihre C. contraction so viel böses nach sich ziehet, als sonst gutes von ihr bey dero rechten gebrauch zu gewarten. d Wenn wir dann solchen großen Misbrauchen und Unordnungen nach zu sehen nicht gemeynet, haben wir nach dem Exempel der bey Kayserl. Mayt und einigen e andern Potenzen gebräucht thun. Kayser Commissari und verfaßungen, auch einige anstalt dagegen machen wollen, und nöthig gefunden, daß nicht allein wie ohne dem verordnet und gebräuchlich nichts in unsern landen und von unsern unterthanen ohne behörige Censur eine öffentlichen druck bracht, sondern auch verhütet werde, damit die auswärtigen Bücher nicht ohne allen unterscheid, und ohne einige aufsicht in unserlanden verführet, oder vertrieben, und der Buchhandel dem Lande zu Führet, werden möge. Und haben demnach in gnaden guth gefunden, Unser Neü-functen Societät der wißenschafften, daß e ommissariat, und die dazu gehörige aufsicht aufeu tragen, also daß sie nicht habe dießfals von unsert wegen anstalten und verfaßungen zu machen, nach befindung visitationes und untersuchungen anzustellen, und die nothdurfft nach gelegenheit c zu beobachten, auch sollen alle die mit dem bücherhändel umbgehen, und darzu gehöhren dergestalt an sie gewesen. seyn, daß sie nicht allein mich mit erforderten Bericht auf n derselben, richtig an Hand geschehen, sondern auch kunfftiget Catalogos der t, einbringenden bûcher in zeiten einzuschicken, auch dreyen n des vertriels und sonst bey diesem handel, denen von selbiger ihnen zukommenden verordnungen und Monitis bey eraster und unnach bleiblicher Straffe sich gemä zu bezeigen haben sollen. Es soll auch was ein und ander in dem druck zu bringen gemeynet, mag der sach bewandniß, und soviel es thunlich, der societät zeitlich: und gethan werden, damit vorge bene, und schohn gethane auch wohl bedenckliche arbeit in etwas verhütet und in schrancken gehalten, hingege De denen so etwas löbliches vorhaben mit rath und hat geholffen, dabey auch, den Buchhändlern selbst gedienet, und ein Nüzlicher Verlag zum besten dieses Commercii in unsem Landen mehr als bisher in schwang bracht werde Und weilen unsere societät auff Unsern befehl, und der von uns ihr gegebenen wirdigsten instruction g gemäß, so wohl diese mühe zue übernehmen, als auch unter andern dahin zu sehen hat, daß aus denen vielen täglich herauskommenden schrifften, dermahleins der Rechte Kern deßen, so den Schaz der Menschlichen wißenschafft wahrhafftig und nüzlich vermehret, bemercket, und dadurch das fast in ein Chaar Wobey sonderlich von Unsresonderat, der w ihrer instruction eine besondere aufsicht auff die behörig information des jugend aufgehoben. er aben, dahin z daß die hühlen mit rechtschaffen büchern versehen, und solche gebührend gebrauchet werden. wie man wie die sogität