# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0289 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068782:0289?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Preussen LH 19 # Folio 134r, page id 00068782:0289 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 135v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068782&page=289 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068782/jpgs/default/00000289.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 34 lines, status machine # Lines: 34 recognised, mean confidence 0.95 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Es ist auß der von Königl. Mt zu Preußen unseren allergosten Herrn Dero Societät der Scienzen ertheilten instruction zu ersehen, mit was hohen und erleüchteten bewegniße Sie zu besagter Societät fundation geschritten. In dem Sie zufördern den ersten Vorschlag aus eignem hohen Urtheil dahin verbeßert, daß neben denen Wißenschafften auch die Teutsche Sprach und Histori, und was sonst bey andern Königlichen Academien zerstreüet, alhier vereiniget, seyn solte. Hernach haben Sie gewolt, daß nicht nur die Natur, die Kunst und Histori, zu gemeinem gebrauch, und vermehrung der Menschlichen Vortheile und begvemligkeiten Untersuchet, sondern vor¬ nehmlich das Haupt absehen, und der Rechte Zweck des ganzen Menschlichen geschlechts, nehmlich die erkentniß der macht und weißheit Gottes in deßen Wercken nicht vergeßen, sondern dahin getrachtet würde, wie mit den Wißenschafften w und ander Menschlicher Cultur nach das liecht des Wahren glaubens zu frembden Völckern bracht, und also propagatio fidei per scientias, veranstaltet würde. Solches vortrefliche absehen, allmählig zu erreichen, haben König. Mt zuförderst einen gewißen Grund geleget, durch das Calender- privilegium in allen dero Landen, so Sie der Societät verliehen, auch durch geschärffte Edicta und befehliche gehandhabet. Es hat sich zwar anfangs nicht wenig hinderniß in der Execution gefunden, doch hoffet man solche vollends zu Superiren, wie sich dann die beßerung im werck bereitszeiget. Weilen aber dieser fundus nicht weit reichen kan, so haben Königl. M*, wenn etwas anständiges ferner vorgeschlagen solte, zu deßen, concession albergust erbothen, Nachdem man nun auff allerhand bedacht gewesen, hat sich ergeben, daß eine der anständigsten dinge seyn möchte, die erzielung der Raühe bride. Wenn man sich eine artesten Reichstände: Es ist nun überspierzig jahr röglichs daß man in Teutschland mit der Seiden zielung umbgehet, und einer guthen würckung versichert, aber wegen vieler zufälligen hinderni der anstalt im großen noch nicht gelanget. Also daß erscheinet