# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068812:0663 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068812:0663?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zu Braunschweig-Lüneburg LH 23, 2, 21 # Folio 333r, page id 00068812:0663 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 345v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068812&page=663 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068812/jpgs/default/00000663.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 39 lines, status machine # Lines: 39 recognised, mean confidence 0.93 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. Hanoverische Acta Rath bon. 1695. num. 22. ua Gottes gnaden Ernst Ludwig, Landtgraff zu Heßen, Fürst zu Herschfeldt, Grafs zu Calzenleibogen, Pitz, Ziegenheim. Mich da Schaumburg, Isenburg undt buchinget. hgnsern gnädigen Gruß zuvor, Messe, Ehrsame undt erste liebe besondere. Wir mögen Euch hiermit nicht verhalten wie das seither kurtzer Zeit, an einigen Orthen unsers Landes, absonderlich aber in dießer unserer Stadt undt Universität, einige mißverständnüßen überetliche Redersarten, welche einige Geistliche auff der Cantzel, und hohen Schul-Cathedie, dem Vorgeben nach, wieder die orthodorie unserer Evangel. Kirchen gebrauchet haben, solten, mit dem Anhange, daß man auch unterschädliche und seltzame neüerungen im Kirchenwesen eingeführet habe, entstanden, und darvon ein so großer Ruff außerhalb außerhalb Landes gemacht worden, daß viele Eltern ihre Kinder anhero, studirens halber zu schulen, bedenckens ge- nommen haben sollen. Nachdem wir nun von solchen gefährlichen undt höchstnachtheiligen diffimationen nachricht erhalten, undt wir so wohl auff deren authores, als auch auff den grund alles desjenigen was zu höchster Praejudiz, au serer länne undt absonderlich unserer wegen der Reinigkeit in der orthodorie allezeit berühmet gewesten Universität allhier, weit und breit disponnirt worden, auf das genaueste haben inqviriren, undt die eigentliche beschaffenheit mit fleiß undt Ernst untersuchen laßen, auch dadurch auff den rechten gründt gelanget sindt, also daß sich klähr zu tage geleget hatt, daß die Uhrheber alles solchen unwesens unter dem erichteten Vorand, als ob die Reinigkeit unserer allein stelig machenden Evangelischen Religion, von einigen unsern Geistlichen verdünckelt, angetastet undt geriße irrige Lehrsätze defendiret würden, ihren Neid, Haß umb Mißgunst außgestoßen, undt die in Gottes wahrt klar gegründete Wahrheiten 16 verläßert, die Worte wie sie von den Lehrern gebrauchet werden, verkehret, verdrehet, auch