# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068823:0107 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068823:0107?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Politik und Volkswirtschaft LH 34 # Folio 62r, page id 00068823:0107 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 61v); this page is its right half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068823&page=107 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068823/jpgs/default/00000107.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 74 lines, status machine # Lines: 74 recognised, mean confidence 0.91 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. man muß bedencken, daß die Worthe nicht nur eichen seyn andern unsre meinung zu entdecken, sondern auch einen artigen umbdründen zu bringen, und da selbsten innerlich gleichsam zu reden und zu rathschlagen, wie die erfahrung bezeiget, und ie beßer oder beqvemer und deütlicher die zeichen seyn, ie füglicher kan der verstand seine würckung verrichten, gleichwie man beßer r als Romanischen zip des Gujusimilonis Arretini, als dergestalten Not dingen kan. Daher wenn allerhand sein reiche elleicht wohl soll, wohl unterschiedene Worte in einer sprache läuffig seyn, so stehen dem gemüthe gleichsam soviel guthe gedancken und einfälle zu dienste. Daher mich wundert, daß man bey uns der Fruchtbringenden gesellschaft guthes vorhaben verachtet, und den angefangenen bey uns u wieder verfallen laßen. Und mus ich mich offt verwundern, daß so gar schlechte en ein anie zo heraußkommen. Wolte derowegen rathen, daß zu zeiten wackere leüte, so eine reine und zierliche feder führen, durch hohe Personen eines guthes auch solte eine guthe materirt vorzunehmen angefrischet würden, daß ich im übrigen gr ßen; daß vor deß vornehme Leüte sonderlich in großen städten, angenehme aber trockne zusammenkunfften anstelleten an arth der französischen conferenzen und welschen Academien, daß s schöhne theils ausl. verspiel verfertiget, und d höfen vorgestellet werden, denn man nicht glaubet, was nur nur einzuladen und Mönn chulden schohnen ausfertigung voll guther gedancken hen Landsleüten für vortheil geschafft Ich will auch so gar die liebes schrifften nicht verachten und möchte wündschen, daß viel Aramenen und Octa vorhanden vorhanden, sondern p In übrigen ist ja dem Vaterlande höchlich daran gelegen, daß es trefliche geister habe, mit tiefsinnige n erfindungen oder hurtigen anschlägen in krieg und friedenszeiten, bey gesandschafften, bey zusammenkünfften, und handlungen, bey schlachten, belägerungen und partheyen, auch betheils mit schiffarten, mit Kaufmanhafften mit Kunst- und handwercksvortheilen denen benachbarten einen ranck abzulauffen wißen. Es gehöhrt aber schuz, aufmunterung und belohnung dazu, und würden billig nach ander Volcker beyspiel eigne gne Laboratoria, officinen und Academien mit gewißen einkünfften zu allerhand untersuchungen und Proben verordnet, auch wissenschaftig, gleichsam als pflanzen von anderen orthen hehr in unser land zu versezen getracht et. Alleine die kräfftigsten Mittel denen Ü beln des menschlichen gemüths zu steüern, und deßen Vollkommenheit zu zu verfordern bestehen vornehmlich in der erziehung der jugend, und rechter anführung der erwachsenen jungen Leüte, deren beydes bey uns in Teütschland sehr übel bestellet. Man leb und lernet langsam, was man geschwinder wieder vergeben. mus, als mans gelernet. Was man aber vor allen dinge Wirth, dergleichen vornehmlich hierinn und hernach üben solte, wird bergangen, und ist mehr als zu offt den lehrern selbst verborgen. E Es ist keine sprache darinn nur durch ihrer Viel in Re und wenig regeln in einem ehren zusammen ansehen und zusetzet, einem jahre weit kommen könne, daß ob nicht was ist annehmlicher und nüzlicher als die Historien und weiß Künster und Cons ist knaben leichter. Schöhne nachdenckliche eiche in allerhand sprachen und lehr reiche egebenheiten, werden dem noch zarten gemüth unausgänglich eingedrückt und deütlicher