# Leibniz Legible — https://leibnizlegible.com # Page: https://leibnizlegible.com/page/00068823:0232 # Permalink to this reading: https://leibnizlegible.com/page/00068823:0232?run=617 # Title: Leibniz-Handschriften zur Politik und Volkswirtschaft LH 34 # Folio 123v, page id 00068823:0232 # Scan: One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 124r); this page is its left half. # Original at the GWLB: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/resolve?id=00068823&page=232 # Source image: https://digitale-sammlungen.gwlb.de/content/00068823/jpgs/default/00000232.jpg # Model: k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617, 2026-10-30T12:51:04Z — 64 lines, status machine # Lines: 64 recognised, mean confidence 0.94 # Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. # Licence: CC BY 4.0, Leibniz Legible. Machine output: do not ingest it as verified text; keep this provenance with the text. # Wording rule: say "the machine reads it as …", never "Leibniz wrote". # After the first blank line: the recognised lines in reading order, one per line. auch wohl so sehr über hand nehmen, daß sie zu zeiten die meisten brauchen Dahin raffen, ehe man gnugsammen rath dagegen findet. sondern auch in erzeugung der lebens Geister und andern würckungen die Materie und Krafft selbst dargeben gleichwie nun die dämpfe des Grund und Bo dens jedes Landes samt der gelegenheit der Sonne der winde, wasser und berge, der ac Hofft es eine beschaffenheit geben, so eine beständige dige würckung auf die Einwahrer, sondern Sonderlich nun sind offt vor populace oder ich dem Leibe noch mit sich bringet, also nahen Landkranckheiten zu rechnen, allerhand kalte, die veränderungen des Wetters, welche ge meiniglich auf viele Lande sich zugleich er strecken, eine große Veränderung in der Menschlichen Gesundheit, welche zuherohne dem sich nach den Jahres zeiten sehr richtet aber wenn die Jahreswechselungen durch sonderbah umstände, von dem gewöhnlichen lauff et¬ was abgehen solches noch mehr empfindet; in dem nicht nur was in dem Leib hinein drin get und angezohgen wird, sich ändert; son dern auch die ausdämpfung durch öffnung oder verschließung der schweißlöcher ver¬ mehrt oder vermindert wird. Es erreget sich anbey ohne dem in den Menschen gar leicht eine gewisse neigung zu kranckheiten wel worten, che vermittelst ihrer Lufft und anderer zu fälle mehr ausbricht, und sonderlich in den geschwinden zu füllen welche morbiachtig nennet werden, sich erzeiget, so nicht nur bey gewissen sehr übel bestelten Corpern f entstehend herrn, sondern auch wenn der trieb oder die ursach sehr starck, bey vielen auf einmal wüten, und wie man es nennet populace oder Epidemii deßen leiderung werden, so zu heiten die meiste kranckheit eingepriret worden Es verändern sich auch dadurch die langsame Kranckheiten oder Mosbi chronici, bekom men andere zu fälle, nehmen mich zur beßerung oder schlimmerung nachdem die Lufft, Jahres. zeit und witterung sich anläßet. Dieses hat bereits der ältiste Medicus deß Schrifften wir haben, nemlich der berühmte Hippoenates, wol gesehen, da er lib. 2. Ap. 1. gelehret, daß die Veränderungen und Ab fälle der Jahres Zeiten, und die sonderba re wechselungen der Kält und hitze die meisten kranckheiten verursachen, und ap. 7. schreibet er, daß wenn das gewitter in den Jahres Zeiten fein ordentliches Fr. aus den büchern so von berühmten Medicis gesopflegen auch erträgliche kranckheiten und nicht voll zu schlimmen arten (Bene morati) ein zu fallen; aber wenn die Zeiten sehr unbeständig und übel bewand, auch von der ordnung alzuviel abweichen so entstehen auch kranckheiten von wiederwärtiger