Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 32r
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- freywilligem besseren gebrauch
- der Gnade
- nach dem freyen Wohlgefallen
- Gottes, welcher keinen glau¬
- ben im Menschen vorhersehen
- können, als nur den er ihm
- selbst in Gnaden zu geben
- beschloßen?
- betreffend Christi verdienst.
- 2
- 28) Daß Christi verdienst und Sühnopfer
- allgemein sey, für alle und jede Menschen
- und davon durch Gottes Intention keiner
- Ausgeschloßen sey, als nur der sich
- selbst durch muthwilligen Unglauben
- ausgeschlossen.
- betreffend die bekehrung
- allgemeinen
- 29) Daß Gott nebst dem Frlöser, auch
- eine allgemeine Gnade den Menschen wieder,
- fahren lasse, krafft welcher, wenn das
- Evangelium von Christo ihnen geprediget
- wird, sie dasselbige annehmen
- mögen.
- Dissensus
- Betreffend die Gnaden-wahl;
- a) Wenn gefraget wird, ob die Erweh-
- lung geschehen wegen des vorher gesehenen
- glaubens, welchen der Mensch aus
- für andern haben würde: oder,
- und demnach, ob die Menschen er
- wehlet worden, weil sie aus fragem
- willen solten glaubig werden; oder
- glaubig werden, weil sie erwehlet
- worden?
- behaupten die
- Lutherischen das erstere, die Reformirte das
- letztere.
- betreffend Christi verdienst:
- 2) Wenn gefraget wird, ob der Herr
- Christus aller Menschen Sünden getragen,
- und
Cite
Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 32r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068367:0063?run=617