Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 185r
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- gibt es arme und reiche kluge
- ge und einfältige schon und
- eßliche, starck und schwache
- fertige und traurige. So gahr
- wan Gott, der allein guht
- nur die gühte selbst ist,
- das böse zu läßet, ob wihr
- schon die bewegende uhrsach,
- b
- die Gott dazu veranlaßet,
- nicht allemahl wißen, so
- müßen wir doch der höchsten
- Weißheit Gottes halber mit
- dem Heyligen Augusti
- dafür halten, Deum non per¬
- mittere malum nisi majus bonum
- faceret demulo. Mit der gerei
- tigkeit Gottes welche in der
- disposition des guhten und
- Bosen gegen andere eigent¬
- lich beruhet, hatt es eben
- mäßige Bewantnis, daß
- mit der weißheit und
- mit der güte Gottes sich ver¬
- stehen müße.
Cite
Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 9, fol. 185r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068367:0369?run=617