Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 17, fol. 83r
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- HochwohlEhrwürdiger, Hochgelahrter,
- Insonders Hochgeehrtester Herr und Gönner.
- Ew. hochwohlbzw. geneigte zu schrifft vorigen Jahres würde ehender zu beant
- worten nicht unterlassen haben, woferne etwas zu dero rühmlichen
- Absichten beyzutragen im Stande gewesen wäre. Allein nun muß
- Hau
- d
- ich bekennen, daß alle Hoffnung von dem eine Antwort zu erlangen, auf
- 2
- gebe, auch schwerlich glaube, daß er selbst dazu im Stand ist. Ew. Hochwohl
- e
- S
- wird ohne Zweifel schon bekant seyn, daß er in eine hitzige Controvers
- mit einem Ungenanten gerathen, welcher ihn öffentlich als einen Im
- pectorem anklaget, und durch einen mit den Jesuiten noch vor etwa 12.
- Jahren unterhaltenen und getruckten Briefwechsel zu überführen,
- sich vorgenommen, obwohlen er solchen nicht mit den seinen erkition und als
- von den Jesuiten unter geschoben erklären will. Darüber kommt nun
- ein Pempsielet oder Procce nach der andern heraus, und der Mann hat er
- ung zu thun sich zu wehren. So gern ich wünschen daß er seine
- 6
- Ehre möge rechtfertigen können; so fürchte doch, daß er als ein Histori
- enschreiber schwerlich mehr eine große Pigne machen werde. Es ist
- meines wenigen Erachtens zu deutlich, daß sein Leben der Päbste nicht
- viel besser als eine Untersetzung aus Tillemont ist, wie die eine
- Vice den titul hat: Tilles n. aut ander compar
Cite
Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 17, fol. 83r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068469:0165?run=617