Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 3d, fol. 1v
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- man nehme gleich andere figuren als
- kugeln. (
- Hieraus siehet man nun daß alles
- Mathematisch, daß ist ohnfehlbar
- zugehe in der ganzen weiten weit,
- so gar, daß wenn einer
- denn eine gnugsame in sicht in die inneren the
- der dinge
- haben köndte, und dabey gedächtniß
- und verstand gnug hätte, umb alle
- umbstände vorzunehmen, und in
- r rechnung zu
- bringen, würde er ein prophehet
- seyn, und in dem gegenwärtigen
- das zukränfftige sehen, gleichsam
- als in einem Spiegel,
- gleich nicht das wohren an ihrer
- enstand eine unendtliche
- n, dergleichen überblickken, und
- aus
- ob auch einem beschrenckten
- verst
- Denn gleich wie sich findet, daß
- die blumen, ja die thiere selbst schohn
- eines
- in dem Saamen etwas bildung haben,
- so sich zwar andere zu fälle etwas
- verändern können, so kan man sagen,
- daß die ganze künfftige welt, in
- der gegenwärtigen stecke, und vollkommentlich
- en
- vorgebildet sey, weil man zu fall voraußen
- weiter dazu kommen kan, denn ja
- nichts außer ihr.
- Aber einem beschrenckten verstand,
- ist ohnmüglich künfftige dinge mit umbständen vor
- rnden zu stellen, weil es
- die welt aus ohnendtlichen dingen
- bestehet; die zusammen würcken, also
- daß nichts so klein, noch so weit entfernet, welches
- S
- wortet, daß es nicht etwas beytrage,
- nach seinem maas. Und solche kleine
- Dinge machen offt große mächtige
- veränderungen. Ich pflege
- zu sagen, eine fliege könne den ganzen Staat
- verändern, wenn sie einem großen
- König vor der Nase herumb sauset, so eben
- den tragen nicht gewiße begriffen;
- denn weil es kommen kan, daß sein verstand
- g
- gleichsam in der wage (Amit beyderseits
- starckes gründe sich finden, so kan bekommen,
- n
- rathschlägen
Cite
Leibniz-Handschriften zur Philosophie LH 4, 4, 3d, fol. 1v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068592:0002?run=617