Leibniz-Handschriften zur Numismatik LH 10, fol. 36r
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- bedencken habe solches vor gleichhaltige aber sehr
- un
- g
- feine Münze zu verkauffen; weilen das silber
- so fein, und in dem Könige Cölnen solligkeit, ein mehrers werth, als gleiches gewicht
- auch feinen, aber mit zusaz vermischten silbers, dann so
- lches gemischte silber ohne schaden und kosten
- ihm
- auff höhern titel oder mehrere nicht gebracht werden kann; bey benachbarten
- mehrere
- nationen aber nicht we
- im Münzen noch geschirr und ander arbeit so schlecht
- nicht passiret wird.
- Ad 8.) bin auch damit einig, und glaube nicht, da
- ß durch die bloße abwürdigung oder devalvation etwas
- auszurichten, weilen die varietät alzu groß, und würde sich
- der gemeine Mann nimmermehr darein finden können. Da
- man auch den rechten preiß auff iede sorte stempeln laßen
- wolte, würde man doch wie bereits erwehnet, alzu vielen
- betrüglichkeiten unterworffen seyn; und weil ja dennoch
- dergestalt auch alle stück in die Münzen oder dergleichen
- örther zum auffstempeln kommen müßen, so würde man
- fast eben so leicht zum ümbprägen gelangen können.
- Ad 19. bin nicht allerdings einig nicht ohne ists
- daß die wahren durch erhöhung der Münze steigen, es
- stehet aber sehr zu zweifeln, ob solche durch deren erniedrigung auch gleichmäßig
- nach rechter proportion wiederfallen würde. Des gegentheil
- vielmehr liegt zu tage, wenn bauern, Handwercksleüte, Kra
- er
- einmahl den preiß ihrer habenden feilschafften
- erhöhet, und die süßigkeit des gewinsts geschmecket,
- so ist es schwehr sie wieder herab zu bringen, zumahlen wo
- keine wohlgefaste oder wohlbeobachte policey-
- ordnungen seyen
- ich umb die wahren reißet, deren man
- Man siehet täglich, daß in großig städten und
- bey hofen, wenn keine keine taxen gemacht,
- und niemand die aufsicht hat, die bauern
- ihre zumarckbringendes nicht theuer gnug geben können,
- man reißet sich doch darumb; so gehet es mit allen anderen
- dingen deren man nicht wohl entbehren kan, und die
- nicht alzu überflüßig beybracht werden, daß man
- sich darumb reißet, und die Wohlhabenden solche den andern
- auß den händen kauffen, mithin selbst theüer machen.
- d
- eine gleiche bewandt außhalers mit dem 60 ad luxum dienet
- Er mancher meines was er theuer kauffe, sey M. h. H. desto beßer
- und also ohngeacht das geld
- abgesezet, dennoch der preiß der wahren nicht gebührend
- fallen würde. Nun wäre
- eben gemacht gelen respectu deren wahren so im land gezeüget werden,
- ob der preiß steige, oder falle, wenn nur allein das geld im lande
- liren, der arme bauer und Handwercksman und ander bürge
- e
- seines sonst leidenden schadens in etwas beykommen würde;
- alleine die gröste difficultät ist mit den fremden wahren
- . Ein großes theil der teutschen kauffleute sonderlich in
- nicht
- den sey- und gantz-städten, sind in effectu factiren
- der frembden, so nichts anders thun, als daß sie
- und außer dem zusaz
- que titulus ersten, H. Gallorum
- Korn heü viel
- und dergleichen
Cite
Leibniz-Handschriften zur Numismatik LH 10, fol. 36r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068753:0071?run=617