Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 3, fol. 313r
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- 2) Hanß Winckreich von Türcken an
- sich zeigt deßen abgesandten seine macht
- läßet sich dem Römischen Kayser gleich
- tiren macht ihm projecte wieder
- sich beyde in Teütschland theilen kommen
- Giebt ihm Pohlen und Ungarn zu
- reystreiß, Österreich läst er so d
- hen. Daß es kaum lufft ehepfen könne,
- dadurch wird ganz Teütschland gezwünd
- gen seine mache dahin zu wenden
- und hier Franckreich meister im felde
- seyn zu laßen. Hingegen thut er sich
- diesen schaden, daß er sich bey dem gemeinen
- mann und der geistligkeit auch bey noch
- übrigen verständigen und zugleich ehrlichen
- Leüten verhaßet macht, daß mancher
- als sonderlich der Pabst ihm schande selben,
- so sehr nicht anfangen kan, daß die teütsche
- fürsten ihre factionen unter sich aus antrieb
- gemeiner nothfallen laßen, daß der
- Muscoviter an folgendein Zweck vor
- hundert werde. (3) henget Franckreich
- an sich den Miscöriter, wieder Schweden
- und Pohlen sonderlich aber wieder. Schweden
- weil die Pohlen sonst zu schaffen gnug haben,
- damit die schweilen gezwungen werden, die
- tripelallianz fahren zu laßen, Liefland
- und Einland starck zu besezen, hingegen
- Pommern und Bremen zu entblößen. (
- jenes Brandenburg, dieses Dennemarck
- zum besten, hingegen hindert den Musco¬
- viter folgendes. Es nicht zu zweifeln, daß
- der Türck weder verständig, wie zu vermuthen
- vor allen andern
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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 3, fol. 313r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068768:0631?run=617