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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 4, fol. 69v

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  1. e
  2. Nachdem ChurMaynz seinen zweck mit Erfurt vereichet
  3. hat es mit Franckreich zu Francken angefangen. Und sonderlich
  4. nach als bey abfaßung des Maulbommischen Landt Franckreich sich also
  5. bezeüget, daß es gesagt, ChurMaynz gebunden zu halte, durch künfftige
  6. explication und (von Franckreich allein und nicht auch Schwede
  7. l
  8. versprochene Garantie. Darauff dann auch der todt des König
  9. e
  10. à
  11. in Spanien und der Niederländische Krieg gefolget, als eben die Franzose
  12. n kurz vorhehr die prorogation der Rheinischen Allianz ihren intentionen
  13. gemäß gesucht, ChurMaynz aber eingewendet, es cessirten die c
  14. ausae solcher alliance, denn es sey vom Kayser nichts zu befürchten,
  15. der Pirenaische Frieden gemacht, das Reich per §. et ut eo sincerior nicht
  16. weiter verbunden, Spanien auch habe nun seyn
  17. ich auf Elsises fahren laßen. Überdieß so seyen keine unterd
  18. keine protestirende Stände die aniezo hinein treten würden, es
  19. 6
  20. sey aber Churf. Gn. meinung allezeit gewesen, Catholische
  21. 7
  22. nd Protestirende Stände zusammen zu ziehen umb trennung im Reich
  23. zu vermeiden, denn jene sonst vor sich zusammen treten, und
  24. welches sorglich ein Stuck oder König verwundern, und wie
  25. vor diesen an Franckreich, also iezo ans Haus Osterreich sich hencken
  26. nden. Ob wohl auch Franckreich vorgeben Brandt, bürgster
  27. breit ein zu treten, so hat seel. Doch als der Herr von Schönborn
  28. Königsberg geschickt worden, das wiederspiel be
  29. funden, ob wohl Brandenburg bey Franckreich, wag
  30. ch ein meritum zu machen, ChurMaynz habe es wiederrathen
  31. Summa es wolte
  32. und dagegen gearbeitet.
  33. unterdeßen Franckreich mit diesen Ursachen nicht begnügen laßen, sondern
  34. empfels den ziegels
  35. ließend auff die contrament wol oder Clagen so die travickten
  36. dazu die Fürstenberger
  37. anbrachten wenig gedencken gab. Dazu die F
  38. ürsten viel arbeiteten, umb die direction der franz. affairen an
  39. eütschland an sich zu ziehen, darinn Lionne ihnen an die hand
  40. gieng, als der Sie venal, Chur-Maynz aber teütsch gesinnet
  41. befinden, so weiter das Reich mit keinen Künsten zu Overmis
  42. ren. Und sich in sich in die den können und andere zu bereden,
  43. nigte sich mit ChurMaynz zum ende, habe nicht nur von d
  44. seinem guthen willen, sondern auch talenti und vlijz
  45. verlohren. Dieses, und folgender französischer Angriff der Nieder-
  46. lande, machten ChurMaynz von Franckreich
  47. abwendig. Darauf erfolgte der Aachische
  48. Frieden und den bestärckender Tripel-allianz, so Zuricht
  49. als ein reciproqves werck nicht unbilligte. Und o

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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 4, fol. 69v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068769:0138?run=617