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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 6A, fol. 115v

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  1. Kayser Leopold Vater des Römischen Königs
  2. und des Erzherzens Caroli erzeiget worden.
  3. endtlich so hat Philipp der II. des dritter nach
  4. seine Tochter Catharinaren an Carl Emmuel Herzog,
  5. von Savoyen gegeben, davon der iezige herzog
  6. herstammet. Alß wenn man die Renunationen
  7. beyseits stellet, und gewiße
  8. bereits erwehnte Säze zum grund annehmen will,
  9. er
  10. Caroliss
  11. muß man bekeinen, daß ich des 11. Erbschafft
  12. dem Däuplein und seiner Lini, und nach deren abgangen
  13. dem herzen von S. Haus und der seinigen nach diesen
  14. der
  15. den Kayser Leopold und seigen Nachkommen, und
  16. Wenn diese alle fassen solten, dem Herzog
  17. Savoren gebühren würde. Und dergestalten würden
  18. der Herzog von Orleans und der Herzog von Marta
  19. ein soll. Wenn Anna von Osterreich Königin
  20. in Franckreich nicht verzeicht gethan hatte) ursach
  21. gehabt haben, gegen Carl des andern Testament, der
  22. ihm so gar den hertzog von Savoyen vorgezohlen
  23. zu protestiren. Wie dann auch die Kayserl.
  24. öchter oder Erzherzoginnen schonmäßig. Dem Hertzog
  25. von Savoyen vorgangen, und vor
  26. ihm genemetschwerden müsten. In Franckreich
  27. hat man des Herzogs von Orleans protestation
  28. 2
  29. angenommen, und damit zu erkennen geben
  30. daß man des letzten Königs
  31. Testament nicht weiterachte man sich dessen
  32. uß zusammenkunzen gebrauchen kan.
  33. vor all solches recht der Infantinnen
  34. Mariae Terescop und Avns, Königium in
  35. ranckreich, und ihrer Nachkommen ist gänzlich
  36. rüchtiget worden, in ihrem Her
  37. controsten, vermittelst solche Verschichten, welche
  38. aufs feÿerlichste geschehen bey den Heyligen Evangel
  39. dergleichen durch die Erde der könige als
  40. Ehegemahlin bestärcket, und durch die sträfftigste
  41. Ständigen versichert worden. Sonderlich kan man
  42. es von dem pirendischen Tractat sagen, alwo
  43. Friede zwischen beyden Cronenbeste, werden
  44. ohne eine
  45. aber gewiß die herrsampt
  46. Di
  47. entiationen von vollkommener Gvelffenkeit,
  48. immermehr versuch gangen seyn würde. Muß also
  49. solche renuntation bestehen, oder man muß sagen
  50. m
  51. daß die Tractaten nichts als fallsteige seyn, und
  52. die Justiz vor einen bloßes Einbildung der
  53. einfältigen gehalten werden wolle.
  54. in
  55. hl ihren treündsische ansen-macher haben
  56. allerhand verderbungen aufgesuchet den Einfall g
  57. der französischen Naffen, die Niederlande nach Philippi IV.
  58. zu besuchen, und denn ende sich nicht entblodet die billigkeit z
  59. der Nirenischen Verzicht anzufrechten.
  60. l
  61. aber sie sind zu boden gelegt worden.

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Leibniz-Handschriften zur Allgemeinen Geschichte LH 11, 6A, fol. 115v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068771:0230?run=617