Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 4, fol. 105r
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- Schlag
- 10 Junij
- zu folge gnädigster ordre von 25ten
- Mäh wolte ich den anfang von visiten und worin zu
- erst bey den Käyserlichen machen, ließ mich dahehr bey dem
- Grafen Kirchw. anmelden und ihm deutlich zuwißen
- machen, daß ich noch a l’inconnu were, vndt also, was
- dabey vorginge, ohne praejudiz seyn würde, als Er mich
- nun auff 3 Jahr nachmittags approbiret, schicket er den
- Legations Secretarium Seiler zu mir und Cläst
- sagen, daß es bey der stunde verbliebe, Er hette aber
- nötig befunden, mir vorher wißen zu laßen, daß sie ordre
- halten, wan jemandt vom Fürstl. hause sich anmelden wür
- de, anzudeuten, daß so viel wegen punct des Caracters
- betrifft Sie wegen des Praedicats d’Ambassadeur
- keine difficultät machen, wegen der Cremosien aber
- es bey der zu Münster und Oßnabruck gehaltenen
- observance laßen sollen, daher Er mir weder die
- hand noch etwas anders als Gesandter geben würde.
- Ich stellete mich ob were ich in der meinung, daß die von
- mir geschickte botzchafft nicht recht bestehet, daß ich a l'in
- conno were und qva talis wegen der caeremonien
- nichts capituliren noch einig praejudicium geben oder nehren
- köndte. Und damit Ihme der Grafen solches recht möchte
- insimiret werden schickte ich, Mündten noch vor der
- Visite zu ihm von deme er es selber angehöret, und
Cite
Leibniz-Handschriften zu Deutschland LH 12, 4, fol. 105r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068779:0209?run=617