LBr. F 12 · Braunschweig-Lüneburg, Johann Friedrich v., fol. 17r
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- 5)urchleuchtigster Herzog
- gnädigster Fürst und Herrn.
- Hanß E. Hochfürstl. Durchl* meiner Sich Gnädigst erinnert, habe
- ht
- 2
- n
- doch Frey Herrn von Boineburg seel. Durch vor seinem absterben an mich abgelaßenen
- u
- Brief verstanden. (5
- Und als sich solche Gnade durch ein unterthänigstes Berich
- Schreiben an S. Giensfürstl. Durchl1 von meiner Studien Vorgang einiger Maßenackun
- wollen, ist nicht allein der unverhoffe, zwar, Fall wohlgedachtes Herrn von Boineburg schicken
- auch die Engländische Reise des Freyherrn von Schönborn M. h. H. Herzischen woru
- ich mich England zu sehen auch bedienet dazwischen kennen, so verursachet, daß ich auch aus Hofnung
- mehrer schreibwürdigen materi bis nach meiner rückkunfft solches versparet.
- Weil ich mir Gottlieb wieder zu Paris angelanget, so habe meine Unterthänigste Schuldig
- keit ins werck zu sezen nicht länger verschieben wollen.
- Dergle demnach E. HochFürstl. Durchl. unterthänigst, daß ich sowohl zu Paris als
- Londen die Gelegenheit gehabt, in kundschafft trefflicher Leüte sowohl ersehen in Religions-
- und Statt Sachen, als auch vors andere in Scentzen, sondern auch im curiositäten, zugerathen, welches
- Uns zufuhren aniezo zu lang, und E. Hochgr. Durchl1 verderstlich fallen nöchte. Doch
- dan ich zweene Puncte eine gewehret nicht laßen, wie da ich nehmlich, was jenes betrifft,
- bey den weltberühm von Monsieur Arnaulli zu einer inneren admission gelanget und wenn es
- ird diese belemet, die einmahls bey E. Hochfürstl. Durchß von mir erwehnte A
- Marchiae, so alle ist schon einige arbeit des gemüths verreichter, nach großen Magd
- und nicht geringen kosten zu wege gebracht
- Wohlgedachter Herr Am Rand ist ein Mann von den tieffesten und gründzlichsten Gedancky
- die ein wesner philosophus haben kan, sein zweck ist, nicht nur ein Religions-Kirche
- dem Gemüthern anzufinden, sondern auch die durch passionen der Menschen werden wolte,
- lange der vernunfft wieder zu erwecken; nicht allein keger sondern auch welches anietzo
- die gröste Beyerey, Ostließen und rüchlaße zu bekehren; nicht nur wieder seinige
- zu überstreiten, sondern auch die jenigen zu beßern. Denn dahin gehen
- eine gedancken wie, dans müglich durch Reformirung ein gewißener offentlichen Mil-
- brauche den disponent der ursach der Scheidung benommen werde: dazu er denn im
- unterschiedenen richtigen von den anfang gemacht und als ein verständiger Mannstuffen
- weis gehet.
- ist mir leid, daß als ich des Herrn Arnoudikunde hafft gefunden,
- wie den Seeil. Herrn von Boineburg verlohren. Denn ich dieser beyden Personen
- an rechtschaffene solidität ein ander sehr ähnlich, anhero zu wege zu bringen ges
- zt hat gewislich sowohl die Kirche, als das Vaterland an diesem
- gehofft. (§. 1.)
- Wann einer großer Verlust erlitten, der aber E. Hochfürstl. Durchl4 beßer wißen
- ich beschreiben kan. Maßen der Hochfürstl. Durchl, in den dingen auff denen
- Grund sehen, und verstehe, wovon und was man dem Stöcher der allgemeinen Northums
- et
- und Mängel, entgegen sezen können. (
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LBr. F 12 · Braunschweig-Lüneburg, Johann Friedrich v., fol. 17r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/DE-611-HS-3617988:0033?run=617