LBr. F 30 · Sachsen-Zeitz, Moritz Wilhelm v., fol. 13r
Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. Mean line confidence on this page: 0.96.
Original at the GWLB · Page image · Annotations (IIIF) · Download text
One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 14v); this page is its right half.
The machine reads it as
- zeig 20 Maji 1710
- Es ist zwar nicht alles in
- der Religion durch die Vernunfft
- zu ergründen; doch muß die Religion
- in der Vernunfft gegründet seyn.
- sonst ist es ein aberglauben,
- durch die Vernunfft aber versehet
- man nichts anders als die Verbindung
- der Wahrheiten
- Und weil alle Wahrheiten
- entweder selbstreck, so keiersweitern
- grundes vonnöthen haben, und denen
- man alsbald beyfall geben muß;
- seyn
- oder aber abstammendt von andern
- mehr bekandten wahrheiten, und durch
- selbige bewiesen werden müßen;
- auch
- außer zweifel in der Religion
- begriffen
- viel Wahrheiten seyn, welche man
- auf bloßes anführen nicht anzunehmen.
- schuldig
- So folget unzweifentlich, daß man
- die Vernunfft zu hülffe nehmen, und solche
- Wahrheiten beweisen, daß ist dero verbindung
- mit andern bereits bekandten Wahrheiten
- zeigen müße.
- Welches auch viel fürtrefliche
- Be
- Männer gesehen, und daher von Wahrheit
- der Geistlichen Religion eigne schöhne
- e
- bücher geschrieben, als der alten zugeschweigen
- Augustinus Steudius, Philippus, Morna
- Hugo Grotius. Joh. Henricrius, Daniel ingenius,
- und viele andere
- man Beclag, il Maresese de Panessa
Cite
LBr. F 30 · Sachsen-Zeitz, Moritz Wilhelm v., fol. 13r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/DE-611-HS-3619624:0029?run=617