Search the Nachlass

LBr. 971 · Wagner, G., fol. 24r

Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. Mean line confidence on this page: 0.93.

Original at the GWLB · Page image · Annotations (IIIF) · Download text

One image of two folio pages side by side, registered by the library under both labels (also fol. 25v); this page is its right half.

The machine reads it as

  1. Es ist gewiß kein geringes das Aristotels dieße
  2. formen in unfellbare gesetz bracht, mithin der erste
  3. in der That gewesen der Mathematisch außer der
  4. Mathematici geschrieben ich habe auch etwas zur Neugierig-
  5. eit beygetragen, in dem ich preiß-künstig bewießen,
  6. das iede der Vierfiguren, just Seils gültige orthen
  7. habe undt also (gegen die gemeine Lehre) eine, so viel
  8. alß die andere
  9. noch nicht weniger betrachtungswürdig, als Ich der Regulare
  10. wor ist dieße Arbeit des Aristodelis nur ein
  11. anfang und gleichsam das A.B. 6 wie es dann
  12. ehr zusammen gesäzte und
  13. als
  14. andere schwehr können gibt, die man dann
  15. erst bringen kan wenn man sie mit hülff dießer
  16. ersten undt leichtenformen fest gestellet, alß
  17. hun Exempelis Ecclidischen Schlußformen, da die
  18. Verhaltungen aufgehaltungen aufgehaltungen aufschafftigungen aufsitiones: Versetzet werden
  19. die
  20. componendo dividendo rationes, etc. jaselbst évotionem
  21. multication, oder divisionen der Zahlen, wie man es
  22. in den Rechenschuhlen lehret, sindt beweiß-formen
  23. consequarum in eoruma) undt man kan sich darauff verlaßen,
  24. sie kräfft
  25. weil erwey vor mit ihren Schwester beweisen, vndt auff solche weiße kan
  26. ann sagen daß eine gantze Buchhalters rechnung
  27. formlich schließe, undt das Argumentis informat
  28. So ist es auch mit der Algebra undt vielen andern
  29. sörmlichen beweisen bewandt, so nehmlich nackendt
  30. undt doch Vollkommen. Es ist nicht eben nöthig, daß
  31. In
  32. alle schluß-formen heißen omiss, atqvi, ergo. Alle
  33. unfehlbahren wißenschafften wenn sie genau bewießen
  34. werden, sind gleichsahm höhere Lögische formen
  35. ein verleibet, so theils aus den Histotischen fließen
  36. theils noch etwas anders zu hülff nehmen, welan
  37. hat dieß in seiner Logutz gesehen und gleich wie
  38. man den Bauren überläßet und den fingern
  39. zuzehlen vndt mit strechen undt kreüten sich
  40. zu beholffen, dahingegen ein rechnen viel höhere Künste
  41. hat: also nach dem man die Logick in den rechten
  42. wißenschafften höher gesteigert, hat man dem
  43. Schülern überlaßen, daß sie mit omniis, atqvierg
  44. gleich sahm an den fingern rechnen, undt so zu sagen

Cite

LBr. 971 · Wagner, G., fol. 24r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/DE-611-HS-867890:0047?run=617