LBr. 289 · Frisch, fol. 77v
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- fürtreffliches seyn. Man hat von dem Societät Pflauz neulich von
- Deißen aus in den königlichen Garten zu pflanz einige hundert abge-
- hohlt.
- Herr Müller zu Wien schreibt an seinen Schwieger
- in
- d
- Sohn H. Dießbach deß ihn die Känste zum Bergrath machen wolle,
- und höffe mit nächsten völligen Schluß nebst einer feinen besoldung.
- die Frau marggräfin als Wittente Marggraf Philipps trägt ein kleid
- d
- von der Seide dieses selbst gewonnen, und hat H. Sablenski versprochen
- sie wolle nächstens zum König damit gehen und ihm davon sagen.
- Ich hoffe die societät soll auch etwas an das Regensburgische exp
- eiment mag. Ich will es unter meinem Namen thun, und so
- etwas dabey zu besorgen, will ich dan Vorschuß wider gut thun.
- dann wann man es vor völliger Einschreibung der bestimmten
- zahl haben will, muß man an statt Es jäbrich 50 fl. geben.
- Weil ich die handgriffe im Pfranzen alle selbst habe, darff
- man das secret keinem Gärtner vertrauen; der mit extra
- ordinäiren Pfrauz, ohndem narrischimpfen würde.
- Mit graine bin ich nicht verstehen weil ich nur immer etwan
- einlet auskriechen lasse, und davon behalte soviel als zur
- continuirung einiger nöthigen Erfahrung dabey dienet.
- die Schlaemützen, werden kürzlich also gemacht: man kochet die accons, aus
- welchen man die Saamen wärmer hat Kriechen lassen im Hrn Walther so lang, ohne
- Seiffe, als es genug, und man sieht, daß das Gemi völlig heraus. Hernach
- eibt mich man dieselben mit dem beyden Daümen gelind, biß sich die innere
- beyden Wurm heute heraus begeben, oder sich das lezte heutlein des ge
- nstes vom andern sonders, dann bohrt man mit den Daümen
- zu der öffnung hinein, und dehnt sie également, vor einander
- biß man eines über einen glösern Kolben bringen kan, der so groß seyn
- mul, als etwan der dieneter des Köpfs ist. Es müsten es aber
- hände thun die nicht rauch sind, sonst wird es große hindering geben.
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