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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 4, 2, fol. 5v

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  1. an denen willen lieget. Nun wenn du nicht
  2. wilst sündigen, so wüste nicht sündigen, denn die
  3. sünde steht nur sie willen, ein schlaffender sein
  4. einckender wenn kein willen da, fündige
  5. nicht. Wirsten nicht sündigen, so wirstu auch
  6. nicht zur sende versehen seyn. Stehet also
  7. ben dir die erclärung ob du zur stunde ver-
  8. sehen seyest oder nicht. Darff ist also
  9. weder versehen noch Gott sondern sich selbst
  10. sondern dennen willen anclagen.
  11. . (§. 13) Aber hier reget sich der lezte und härte s
  12. stoß; denn sagste warumb hat mich Gott
  13. nicht beßer geschaffen, warumb hat er keine temperire complegiren
  14. müßen, mir dem Krieg andern willen
  15. denen erclärtern verstand, keine glücklichere
  16. erziehung, keine vortheilhafftern gelegenheiten,
  17. eine gescheidere Eltern, keine fleißiger Lehr
  18. meister, mit einem wort keine größer gnade
  19. geben. Daß ich also mus einsunder, mus verdamt w
  20. undt verweifelt, mus in ewigkeit verfluchet,
  21. und verfluchend seyn. Hier bin ich nicht schuldig
  22. zu antworten, gnug ists daß du nicht gewolt
  23. von senden abzulaßen, und seiner seeligkeit
  24. obguliegen auff den willen gehöhret, daß die
  25. straffe, er komme wo ehr er wolle. Sonst würde
  26. keine unsre that zu straffen seyn, es findet sich allezeit
  27. eine ursach des willens außer den wollenden, und
  28. dennoch ist den Willen der Uns zu menschen und
  29. sonen, zu sündern, zu seeligen zu verdanten
  30. machet. (
  31. . (§. 25.) Welches desto minder, wiewohl
  32. nicht bey die, muß doch bey ihr selbst die Weisheit.
  33. Gottes gerechtfertiget werden. Denn es sey also
  34. der arme mensch habe nicht, weil er ihn gewolt die
  35. erraffe verdienet, so hette doch gleichwohl bey Gott
  36. gestanden zu wege zu dringen, daß er niemahls
  37. auff den willen zu seüdigen gerathen und g
  38. in seine und Verdammung gefallen wer
  39. So kan man auch nicht sagen Gott habe nur
  40. zu gesehen (wiewohl sonsten auch von
  41. einem verstendigen Menschen erfodert wird, geschweige
  42. denn was der weisheit und güthe Gottes genüs
  43. den elend eines andern nicht zu sehen, sondern
  44. nicht allein aus dem unglück, sondern auch aus
  45. unverstand, ja wo es müglich aus bosheit und
  46. verderbten willen zu reißen) dem Gott
  47. über dieß die gelegenheit zu sündigen an die
  48. hand gegeben. Ein erzürnter schreibitterte
  49. Krasch hat seinem feind den todt geschwohren,
  50. Gott verschaffet (denn ja die anordnung aller
  51. inge von ewigk-pfahr von ihm, daß er
  52. e
  53. auf ihn stoßer, daß ihn erzeüget, darüber
  54. welches gott wohl gewiß, in verzweifelung
  55. und verdamniß fället. Ist das nicht
  56. eben, als wenn
  57. und an sich selbst
  58. en
  59. anfang
  60. eicht ihn die ihre Schrifft) redet, in seine
  61. hände, und

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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 4, 2, fol. 5v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068325:0010?run=617