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Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 4, 8, fol. 48r

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  1. seiner erkantnüß zu bringen sich unterstehen, und welche seinen Italigen
  2. nahmen durch die gantze weite welt so empfick aussbreiten und nur des
  3. 48
  4. 16
  5. tags and nachten spintiferen wie sie ie und alleweg das lob Gottes unter
  6. und vater durch alle Nationen aussruffen, und darauff ohne aenige scheu
  7. mit freud und fertigkeit des hertzens ihr rohenfaabes und volrichendes
  8. masterblut freygebüglich vergießen, wie dann ihrer mehr als tausendt und
  9. tausendt, zu eben desen ziel bijdchen in unserer Kirchen es vergossen
  10. haben und noch heutiges tags unter den unglaubigen völckern vergießen.
  11. Es nenne uns doch einer ein artiges maer so groß und ungestum ein
  12. emtiges orth der welt so weit und ferne, ein eintziges volck so wird und
  13. grausam da wir doit den nahmen des gekreützigsten und sein heiliges
  14. Evangelium verkündigen und Gottes lob vermehren. Und wie wolte doci
  15. Gott der allmächtig also gar unser vorgessen das da wir Uns seinetwegen
  16. also in aller weit bemühen er uns dennoch mitten in der feüsternuss und
  17. unglauben mit allen unsern so frommen und treuheitzigen voreltern
  18. stecken liesse?
  19. Wolte Gott G. Juncker ich nur könte so gar mein hest, auß meiner
  20. brust heraus reissen undt 2. G. vor augen stellen ob ich mit betu
  21. und liegen umbgienge. Weil aber solches nicht geschehen kan so thue ick
  22. dum wenigsten van ick kan, nemblich dieses das ich fuemit gantz fleißig
  23. bitte und flehe durch das blut desvekussi das er am stammen des H.
  24. Creutz fur uns vergossen hatt, und durch den allerbittersten todt so er
  25. uns undanckbare creaturen am H. Casfreytag am Gülgen des Creutes
  26. gelitten hatt, Es wolle doch E. C. so se anders diesen generalijsten habent
  27. recht auss hostzen heb, hatt alsbald nach abgelesenem diesen brieff in ihre
  28. Cammer allein gehen die thür nach laut des Evangelii über sich zu
  29. schließen, und sich in aller damit vor Gottes angesicht auff die Erden
  30. wieder werffen gleich wie sich Christus selbst im garten in der nacht
  31. de er verrahten vande auff de haute erd vor seinem himlischen Vatter
  32. geworffen hatt, und alsdan nach nochter rey und Leid über seine
  33. sum, und nach anruffung himlisches liechtus und gnaden des H. Geistes

Cite

Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 4, 8, fol. 48r. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068331:0095?run=617