Search the Nachlass

Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 5, 1, fol. 1v

Machine transcription. Not an edition. Errors are expected: about 8% character error rate on Latin and French lines, higher on German. Mean line confidence on this page: 0.84.

Original at the GWLB · Page image · Annotations (IIIF) · Download text

The machine reads it as

  1. in unserm selbstwesen stecken
  2. ein fußstapf, daß ein exemplariais
  3. unendtligkeit, endtlich der allwißenheit
  4. und allmacht gottes
  5. einzelner
  6. ein ander selbst stand, als ich und du, ist ein
  7. einig unzertheilig ding, und bestehet nicht aus dreyen
  8. theilen Seel geist und Leib; doch sind eingenechst
  9. mehr dinge zu dem einigen dinge nechst
  10. Gehörigen überhand und dann anstalt habe,
  11. s
  12. Ob gleich ieder selbstoßen und ohne theile, so sind doch
  13. echn ihm andere eingedruckt,
  14. ohne daß sie daselbst raum einnehmen
  15. Gott ist mir näher angehörig als der Leib,
  16. Die Leiben selbst selbst stände
  17. sondern schicken anst diegestalt haben
  18. Die Leiblichen dinge sind nur schatten so dahin
  19. fliehen, wie dann auch beständige
  20. n blicke, gestalten, wahr-
  21. haffte träume. Die wesentliche wahrheit ist allein
  22. kein selbst, und von einem andern z
  23. gezwungen noch versondert seinen
  24. im geist. Obwohl unerfahrne Menschen was
  25. geistlich vor traum, und wasgreiflich vor
  26. wahrheit halten,
  27. Die Sünde ist nicht von Gott, sondern in
  28. einigen Geschöpfen ist die Erbsunde aus dem
  29. unwesen entstanden, und also aus dem Nachtt
  30. Gott hat die Sünde zugelaßen, weil
  31. er gewust ein großeres guth aus dem bösen zu bringen,
  32. erst gelitten.
  33. Nur res die bösen haben, durch die stunde vergehen wollen
  34. eine neue
  35. das gesamer Geschöpf Gottes hat dadurch nicht verlohren
  36. sondern genommen
  37. die Verlangung sein selbst, ist der huß
  38. des Unwesens so in uns, und die Liebe des Uhrsprungs
  39. unsers selbst wesens; das ist gottes.
  40. und darinn bestehet, den alten Adam kreüzigen Christum
  41. inziehen; dem adam absterben und Christo leben; daß man
  42. dem Unwesen absage, und dem
  43. adire
  44. r das selbst beständig seyn wesen, dem diesen vor
  45. hieher würde, liebet gott über alle dinge
  46. wer Gott nur fürchtet. Der liebt sich und seyn
  47. unwesen mehr als Gott
  48. Der glaube ohne erkäntniß ist,
  49. ist nicht von gottes sondern vom todten buchstaben, oder
  50. vom schall, ist
  51. e
  52. der glaube ohne liecht, würcket keine Liebe
  53. sondern nur furcht oder hofnung: und ist nicht lebend
  54. nach dem glauben.
  55. wer nicht thut wird, der glaubet nicht
  56. er schohn sich deßen rühmet.
  57. ob
  58. Es ist zu beclagen, daß so wenn im Menschen
  59. wißen was liecht und glaube, Liebe und leben
  60. Christus und Seeligkeit
  61. die meisten haben fleißliche gedancken
  62. und sich leicht leicht leichtliche
  63. D. Christus lehre ist geiß und Wahrheit
  64. aber viele machen daraus fleisch und schatten
  65. den meisten menschen ist es kein er ist, b
  66. haben die Wahrheit nicht gekostet, und stecken
  67. in einem heimlichen Unglauben
  68. ieder briefe sich selbst, ob
  69. auf dem trachten oder ob er glauben
  70. eben
  71. findet, er einige mehr freude und lust größer als
  72. diese in der liebe Geld eines guthen, so
  73. e
  74. schnung und andere neütsch
  75. h
  76. unverderblich
  77. in allen und ieden stecket alles
  78. doch mit gewißen stück der clachzeit
  79. d sind das bloß
  80. der die leiblichen Selbenschände ansehen, wie zwar
  81. Gottes die geistlichen gehöhren gottes
  82. ind eigentlich auch des reich Gottes
  83. e
  84. Bibli
  85. gar haeckeinen unterthan laß zu laßen. D
  86. willen, sondern will alles mit artigen und zum besten
  87. e
  88. eine gnaden wohl, hiemit (das wird auch ansehen, da sa
  89. oder noch vorsehenden der wercke nach der wierck
  90. sondern erordert den väten verständigen
  91. sehener würdigkeit des meisten, also wieder aus Kirchen auf
  92. sehenen glauben noch aus vorgesehen werden
  93. auff der sondern mit viel hofern ursachen, denn
  94. daß der mensch glaubet, auch
  95. e
  96. oder sonst etwas guthes thut, der
  97. drucken oder thut.
  98. hat er auch aus ansehe gehend
  99. wohl gottes in Christo
  100. obi will. Alle davon materia,
  101. e
  102. d
  103. so
  104. Denn das werck sie erst durch ihn schreiben, durch
  105. wehlet aber
  106. dern mahl das beste entstehen überall entstehet.
  107. gleich insfiele Gndur
  108. ohngefehr
  109. gebrauch aus würden.
  110. oder etwa
  111. zu bestes, er
  112. Hermi
  113. wort mit
  114. in v
  115. wehlet also
  116. weder ohngefähr noch
  117. noch die besten
  118. Denn ein geringes dinge zu einem
  119. geringen gesezet kan offt etwas
  120. bester zu wegebringen, als die
  121. Zusammensezung zweyer ander
  122. auch deren iedes an sich selbst
  123. chafft, als jedes von jenem
  124. orinnen stecket das geheimniß der
  125. adentresse, und auflösung des Qvotens
  126. Cedmo in regulare postant aliquando facile aliquod regulatique qui du
  127. die Schrifft gilt eine schöhne Probe, zu wißen ob der Mensch
  128. Gott liebe, wenn er nehmlich seinen Bruder liebet, und
  129. andern so viel müglich, und andere endern zu
  130. helffen und zu dienen erachtet. Wer
  131. de
  132. nicht ein
  133. g
  134. et sich keine falschlichen curiosi commissarii,
  135. htung deßen anstände, und da
  136. seines will

Cite

Leibniz-Handschriften zur Theologie LH 1, 5, 1, fol. 1v. Machine transcription, not an edition: Leibniz Legible (model k3-trocr@runs-615-epoch-5, run 617). https://leibnizlegible.com/page/00068332:0002?run=617